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30.08.2002 - 

Filmstudio PC: Von der Kamera auf die Silberscheibe

Urlaubsvideos auf CD und DVD

MÜNCHEN (wm) - Moderne Videokameras speichern Filme längst digital auf Band. Für das Schneiden von Urlaubsfilmen bietet sich der PC an, und wer einen DVD-Player besitzt, kann die fertigen Filme auf CD brennen.

In der Theorie ist alles einfach: Videos auf den PC überspielen, bearbeiten und den Film anschließend auf VHS-Kassette oder auf CD überspielen. Doch in der Praxis muss zunächst eine Vielzahl an technischen Standards und Hürden berücksichtigt werden. Am einfachsten haben es Besitzer digitaler Videokameras bei der Nachbearbeitung am PC. Da die Filme bereits in einem digitalen Format gespeichert sind, können sie direkt von der Kamera in den PC übertragen werden. In der Regel dient dazu die Firewire/1394-Schnittstelle. Viele neue PCs besitzen bereits einen solchen Anschluss, via Steckkarte kann er aber auch nachgerüstet werden.

Vielzahl an Standards

Derzeit gibt es am Markt drei digitale Videostandards: Mini DV, Digital8 und Micromv. Mini DV hat den größten Marktanteil. Die Kassetten sind sehr kompakt, die Aufnahmedauer beträgt bis zu zwei Stunden. Digital8 kann analoge Acht-Millimeter- oder Hi8-Kassetten verwenden, allerdings haben diese ein größeres Format. Sony hat mit Micromv im letzten Jahr einen neuen Standard eingeführt, der mehrere Vorteile hat. Einerseits sind die Bänder und somit auch die Kameras deutlich kleiner als der Rest im Markt, zudem speichert Micromv im MPEG2-Format, die Filmdaten können also ohne Umwandlung direkt am PC weiterbearbeitet werden. Allerdings bietet derzeit nur Sony Kameras mit Micromv an, beispielsweise die "DCR IP5".

PC-seitig gibt es eine Reihe von Videobearbeitungs-Programmen, mit denen die Bilddaten bearbeitet werden können. Gut ausgestattete Software-Suiten sind dabei in der Lage, von der Erfassung des Videomaterials aus der Kamera (Capturing) über den Schnitt und den Einsatz von Effekten bis zum Brennen auf CD oder DVD alles zu erledigen. Einen solchen Alleskönner bietet beispielsweise Pinnacle in seiner Reihe "Studio 8" an. "Studio Deluxe" etwa unterstützt jede Art von Camcorder, ob analog oder digital - und als erstes unabhängiges Produkt auch Sonys Micromv. Vergleichbare Bearbeitungsfunktionen bieten auch die Ulead-Produkte "Media Studio Pro 6.5" oder "Video Studio 6"

Aber auch ohne solch aufwändige Videopakete lassen sich Urlaubsvideos einfach digitalisieren. Zunächst muss jedoch die Entscheidung fallen, ob die digitalen Videos ausschließlich am PC gespeichert und abgespielt oder ob sie als Super-Video-CD (SVCD) im DVD-Spieler ablaufen sollen. Beschränkt man sich auf den PC als Abspielgerät, können die Videodaten mit Hilfe von Komprimierungs-Tools wie Divx (www.divx.com) auf einen Bruchteil ihres Ursprungsformats reduziert und mit dem Divx-Player abgespielt werden.

Um Videos dauerhaft zu archivieren, bietet sich das SVCD-Format an, das von CD-Brennern verarbeitet und von den meisten DVD-Spielern unterstützt wird. Hierbei muss das Ausgangsmaterial erst in Sachen Auflösung, Framerate und Länge in das optimale CD-taugliche Format gebracht zu werden. Dazu eignet sich beispielsweise das kostenlose Tool Tmpgenc (www.tmpgenc.net). Hinten kommt schließlich eine MPEG-Datei heraus, die anschließend mit gängigen CD-Brennprogrammen wie "Nero" oder "Easy CD Creator" auf die Silberscheibe gebrannt wird.