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23.09.1983

Urteil AppleFranklin beispielhaft

PHILADELPHIA (CWIN) - Für das Urheberrecht von Computerprogrammen und Betriebssystemsoftware hat sich jetzt ein Bundesschiedsgericht in Philadelphia ausgesprochen. Die Justizbehörde gab einer diesbezüglichen Klage der Apple Computer Inc. gegen die Franklin Computer Corp., einem Hersteller Apple-kompatibler Mikrocomputer, statt.

Nach Ansicht eines Franklin-Unternehmenssprechers ist die Angelegenheit damit jedoch noch keineswegs entschieden. Die Klage sei in nächster Instanz an den Distriktrichter weitergeleitet worden. Dieser habe eine einstweilige Verfügung abgelehnt, um die Sachlage noch einmal unter dem Aspekt der vom Kreisgericht erlassenen gesetzlichen Bestimmungen zu überdenken.

Franklin strebt eine Gegenklage an und behauptet, Apple habe versucht, den Markt für Apple-kompatible Geräte zu monopolisieren.

Im Zeugenstand gab Franklin das Kopieren von bestimmten Apple-Programmen offen zu, argumentierte jedoch, die betreffende Software sei weder unter der Bezeichnung "Prozeß", noch "System" oder "Operationsmethode" urheberrechtlich zu schützen gewesen.

Nach Ansicht von Experten ist diese Entscheidung auf dem Mikrocomputermarkt maßgeblich für alle Anbieter. Laut Jerome Dreyer, Präsident der Adapso (Association of Data Processing Service Organizations Inc.) habe es sich zwar in diesem Fall um Mikrocomputerprogramme gehandelt, die rechtliche Situation lasse sich jedoch auf alle Softwareprodukte des gesamten Computermarktes übertragen.

Handelsdefizit der USA so hoch wie noch nie

SUNNYVALE (CWIN) - Das Handelsdefizit der Vereinigten Staaten im Verkehr mit Japan wird dieses Jahr seinen bisher höchsten Stand erreichen. Nach Ansicht von William Strauss, Vizepräsident der Integrated Circuit Engineering Corp. (ICE), hat das Defizit 1983 bereits in den ersten sechs Monaten die 130-Millionen-Dollar-Marke des gesamten Jahres 1982 übertroffen.

Die USA können 1983 laut Strauss ihren Export an integrierten Schaltkreisen nach Japan nur um zehn bis fünfzehn Prozent erhöhen. Demgegenüber, so vermutet er, konnten die Japaner ihre Ausfuhrquoten seit vergangenem Jahr um 45 Prozent steigern. Die Lage verschärfe sich zusätzlich durch das Wertverhältnis der amerikanischen und der japanischen Währung. Viele Finanzexperten seien der Ansicht, der Dollar werde gegenüber dem Yen um 20 Prozent zu hoch gewertet.