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Compaq macht mit aufgemöbelten Deskpro-Modellen gut, aber:


22.09.1989 - 

US-Absatzflaute im PC-Fachhandel hält an

DALLAS (IDG) - Noch immer nicht überwunden hat der amerikanische PC-Fachhandel das Sommerloch. Im Juli, so ermittelte das US-Marktforschungsunternehmen Storeboard Inc., gingen die PC-Verkäufe gegenüber dem Vormonat weiter zurück. Dafür aber erzielten die US-Computershops gegenüber Juli 1988 eine Absatzsteigerung von sieben Prozent. Compaq stellte mit zwei Deskpro-Modellen dabei die Aufsteiger des Monats.

Mit rund 237 000 verkauften PCs konnten die amerikanischen Computershops im Juli gerade 0,5 Prozent mehr Geräte absetzen als im Vormonat. Als großer Verlierer erwies sich dabei Mac-Anbieter Apple. Hatte die Nachfrage nach den PCs mit dem Apfel im Juni wenigstens noch Vormonatniveau erreicht, so sackten die Apple-Verkäufe über den Handel im Juli gleich um 9,9 Prozent ab. Ein Grund für die Talfahrt des PC-Pioniers: Die anhaltende Unfähigkeit des Unternehmens, die Nachfrage der Kunden nach dem Macintosh IIcxs zu stillen. Wie die Storeboard-Experten feststellten, konnten die Händler auch beim Absatz der Macintosh SE im Juli keinen Blumentopf gewinnen. Hatte Apple noch im Vormonat mit diesem Rechner Platz Drei unter den meistverkauften PCs erobern können, so mußte sich der Mac SE vier Wochen später mit Rang Fünf begnügen.

Platz machen mußte Apple den Rechnern von Compaq. Die Deskpro-Modelle 286e und 386e des PC-Profis aus Houston machten gleich fünf, beziehungsweise vier Positionen in der Top-ten-Liste der meist verkauften PCs gut. Der florierende dieser beiden Geräte im Fachhandel sorgte zudem dafür, daß Compaq nach monatelangen rückläufigen Verkaufszahlen im direkten Vertrieb im Juli endlich wieder ein Plus von knapp 12 Prozent verzeichnen konnte.

Obwohl die IBM mit den PS/2-Modellen 50z und 30/286 weiter die Verkaufsliste im PC-Fachhandel anführt, konnte sich der Marktriese im Juni gegenüber dem Vormonat kaum steigern. Mit 73 300 IBM-PCs brachten die amerikanischen Computershops gerade 400 Geräte mehr als im Juni unters Volk - ein schlappes Geschäft für die Händler. Probleme bereitet ihnen weiterhin Big Blues restriktive Produktpolitik in bezug auf die PS/2-Modelle 70 und 80. So setzten zahlreiche Händler die Storeboard-Analysten davon in Kenntnis, daß diese Geräte nicht ausreichend verfügbar seien, um die Kundennachfrage befriedigen zu können.

Recht ordentlich machen sich mittlerweile Hewlett-Packard-PCs in den amerikanischen Computerläden. Der kalifornische Elektronikkonzern aus Palo Alto hat sein Versprechen vom Januar gehalten, sich verstärkt auf den PC-Bereich zu konzentrieren.

Davon profitierte auch der Fachhandel. HP dachte sich spezielle Marketing- und Support-Programme für die amerikanische Händlerschar aus und konnte dadurch im indirekten

Vertrieb Boden gut machen. Lohn der Mühe: Bereits in der Juni-Erhebung von Storeboard war Hewlett-Packard mit 3400 über den Fachhandel abgesetzten PCs dabei. Im Juli konnten die US-Händler gar 5000 PCs von HP verkaufen,

Nicht vertreten in der Storeboard-Analyse vom Juli ist PC-Hersteller Hyundai. Der koreanische Überflieger des vergangenen Jahres hat schon seit Monaten mit schwachen Verkaufszahlen im Fachhandel zu kämpfen. Vor allem von dem bösen Einbruch im Juni - die US-Computershops konnten nur 3800 Hyundai-PCs und damit 24,3 Prozent weniger als im Vormonat Mai verkaufen - scheinen sich die Koreaner noch nicht erholt zu haben. Im Juli jedenfalls war Hyundai erst einmal weg vom Fenster - zumindest in der monatlichen Storeboard-Analyse.