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04.12.1992 - 

Angst vor Einbrüchen in die Privatsphäre

US-Amerikaner verlieren den Glauben an die heile DV-Welt

WASHINGTON (IDG) - Die Bürger der Vereinigten Staaten sind beunruhigt über eine Verletzung ihrer Privatsphäre mit Hilfe von Computern. Dies ergab eine Umfrage von Louis Harris and Associates Inc. aus New York.

Obwohl die Amerikaner den Ergebnissen der Meinungsforscher zufolge die Rolle von Computern bei der Steigerung des Lebensstandards durchweg anerkennen, glauben 76 Prozent der Befragten, alle Kontrolle über ihre persönlichen Informationen verloren zu haben. 67 Prozent stimmt en folgender Aussage zu: "Wenn die Privatsphäre gewahrt werden soll, muß die Anwendung von Computern zukünftig einschneidend beschränkt werden."

Gegen die Forderung, Computeranwendungen einzuschränken, wandte sich Gwen Bell, Präsidentin der New Yorker Association for Computing Machinery Inc.: "Wir haben auch nicht die Automobilproduktion verboten, weil es Unfälle gab. Nach einiger Zeit haben wir Airbags und andere Sicherheitssysteme entwickelt." Es sei besser, wenn DV-Anwender bezüglich des Schutzes privater Daten ein ähnliches Berufsethos entwickelten, wie es in der Medizin gepflegt werde.

Einige Fälle von Verletzungen der Privatsphäre durch Computer haben in den USA schon zu starken Protesten und Rückziehern der beschuldigten Firmen geführt. So hat Lotus eine "Marketplace CD" mit Konsumentendaten wieder vom Markt nehmen müssen. Citicorp schließt derzeit eine Datenbank, die Informationen über das Kaufverhalten von Kreditkarten-Anwendern enthält.