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02.03.1990 - 

100-Megaflops-Leistung soll die Grenze sein

US-Anbieter sind gegen geplante Ausfuhrkontrollen

SANTA CLARA (IDG) - Der Vorschlag der US-Regierung, alle Rechner mit einer Geschwindigkeit von mehr als 100 Megaflops sollten künftig als Supercomputer im Sinne der Exportkontrollbestimmungen gelten, ist bei zahlreichen Anbietern auf Kritik gestoßen. Sie befürchten erhebliche Einschränkungen ihres Auslandsgeschäftes.

Waren bislang lediglich Supercomputer der Größenordnung einer Cray von den US-Exportbestimmungen betroffen, so sollen in Zukunft nur noch solche Rechner frei von den Ausfuhrkontrollen sein, deren Leistung geringer als 100 Megaflops ist. Allerdings will die US-Regierung für diese Exporte eine Lizenzregelung einführen.

Maßgeblich unterstützt wird dieser Vorschlag vorn Pentagon und von der Nationalen Sicherheitsbehörde. Die Rechner nämlich, die mehr als 100 Megaflops Leistungsstärke ausweisen, könnten - so die Begründung - im Ausland dazu verwendet werden, gegen die USA gerichtete Waffen zu entwickeln.

Zahlreiche Computeranbieter indes können sich mit der Regelung nicht anfreunden: Die besonderen Exportlizenzen, die darin beispielsweise Mainframes der IBM-Kategorie 3090 benötigten, eine Systemwelt, in der sich auch Amdahl und Hitachi Data Systems bewegen, hätten zur Folge, daß der Absatz dieser Rechner künftig begrenzt wäre. Dies wiederum würde auch zu Einschränkungen für die Kunden führen.

Betroffen von den neuen Kontrollbestimmungen wären aber auch Mikroprozessoren, Desktop-Workstations und Mini-Supercomputer. Dazu erklärten Sprecher von Apple Computer und Intel, die geplante Regelung tangiere sie momentan noch nicht. In absehbarer Zeit jedoch würden auch ihre Desktop-Rechner die 100Megaflops-Grenze überschritten haben, was dann die besonderen Exportlizenzen erforderlich mache.