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Unsicherheit schlägt sich in gebremstem Marktwachstum nieder


25.10.1991 - 

US-Anwender stellen ihre CASE-Investitionen zurück

FRAMINGHAM (IDG) - Die Wachstumskurve des CASE-Marktes wird flacher. Nach der CASE-Euphorie der späten 80er Jahre halten sich die Anwender derzeit - zumindest in den USA - mit Investitionen in neue Systeme zurück. Den Grund dafür sehen Marktbeobachter darin, daß die potentiellen Kunden den Nutzen neuer Systeme zunehmend in Frage stellen.

Auch für die CASE-Anbieter sind die fetten Jahre offenbar erst einmal vorüber: Nach Schätzungen des Marktforschungsunternehmens International Data Corp. (IDC) mit Sitz in Framingham, Massachusetts, wuchsen die weltweiten Einnahmen der amerikanischen CASE-Anbieter von 1988 auf 1989 um 56 Prozent, wohingegen sie im Jahr darauf lediglich um 30 Prozent zunahmen. US-Analysten stimmen darin überein, daß sich dieser Trend im laufenden Jahr fortsetzen wird - auch wenn die prognostizierten Zahlen divergieren.

Rezessionsbedingte Budget-Kürzungen können nach Ansicht der Marktbeobachter nur bedingt dafür verantwortlich gemacht werden, daß die Nachfrage nicht mehr so rapide steigt. Vielmehr sei die abwartende Haltung der potentiellen Kunden vielfach darauf zurückzuführen, daß sich die Anwender ihrer Sache nicht mehr sicher seien. Dazu Jay Prakash, Präsident des Beratungsunternehmens Strategic Focus in Milpita, Kalifornien: "Als wir in diesem Jahr die Anwender fragten, worin der hauptsächliche Vorteil ihrer CASE-Werkzeuge bestünde, bekamen wir oft zu hören, es sei noch zu früh für eine Antwort."

Mittlerweile sind den Anwendern, so die Einschätzung der Analysten, die Mängel der existierenden CASE-Systeme bewußt geworden. Insbesondere würden die Benutzer die Interoperabilität zwischen Werkzeugen verschiedener Anbieter vermissen. Wie Dave Sharon, Präsident der CASE Associates in Oregon City, erläutert, erwarten die Anwender, daß der Output eines Produkts von anderen Systemen als Input verwandt werden kann; nur so würden sich die hohen Kosten dieser Produkte rechtfertigen lassen.

Die Enttäuschung darüber, daß die von unterschiedlichen Herstellern gekauften Einzelmodule nicht miteinander arbeiten können, ist laut Sharon denn auch schuld am nachlassenden Marktwachstum im CASE-Bereich. Zwar täten die Anbieter bereits die ersten Schritte, um ihre Produkte aneinander anzupassen; doch werde sich das frühestens im kommenden Jahr auf den Markt auswirken.