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11.11.1988 - 

E-Mail-Lösungen gleichen oft Gemischtwarenläden:

US-Anwendern fehlt die X.400 Kompatibilität

BOSTON (IDG) - Viele US-Anwender singen ein Klagelied auf die Office-Automation-Anwendung Electronic Mail nach X.400. Im Rahmen der kürzlich veranstalteten Electronic Mail Association Conference - kurz EMA - wurde vor allen Dingen der Wunsch laut. E-Mail zu einem konkurrenzfähigen Werkzeug zu machen.

Ferner sollen bessere Bedingungen für den Nachrichtenaustausch zwischen MHS-Systemen geschaffen werden. Gegenwärtig müssen die Benutzer entweder auf die von den Herstellern angebotenen Gateways setzen oder sich für die im Rahmen öffentlicher Netze angebotenen Mailboxen entscheiden.

Die X.400-Gateways "versprechen" zwar, mit der Integrations-Malaise bei Electronic-Mail fertig zu werden. Die Crux laut Gerald Brown, Systemanalytiker für kooperative Informations-Systeme bei der Eastman Kodak Co. in New Rochester, New Jersey ist aber folgender Umstand: X.400-Angebote leisten zwar offiziell den Anforderungen des Standards Genüge, sind aber nicht miteinander kompatibel.

Mit der Verträglichkeit allein ist es den Anwendern jedoch noch nicht getan. Über die Güte eines Systems entscheiden auch Kriterien wie Stabilität, Benutzerfreundlichkeit und Preisgünstigkeit. Bei Kodak selbst kommen sowohl "eigenhändig" entwickelte Lösungen als auch Third-Party-Systeme zum Zug. Eine Kommunikationsfähigkeit untereinander ist nach weiteren Angaben von Brown besonders dann gefragt, wenn es sich um große Anwender handle.

Als Beispiele für eine Verbindung zwischen öffentlichen Service-Anbietern nannte der E-Mail-Fachmann von Kodak Telnet und McDonnell Douglas oder die MCI Communications Corporation und Dialcom Inc.

Eine Möglichkeit, bei Electronic Mail für mehr Einheitlichkeit zu sorgen, kann auch darin bestehen, über Electronic Data Interchange (EDI) eine gemeinsame Sprache mit den Kommunikationspartnern zu finden. Diesen Weg will die Hughes Aircraft Co. beschreiten, indem sie zusammen mit Mitel eine EDI-Lösung realisieren möchte.

Man geht hier davon aus, daß aus Wettbewerbsgründen der X.12- Standard für den Electronic Data Interchange zwangsläufig regen Zuspruch findet. Hier ist unter anderem auch ein PC-gestütztes E-Mail-System anzutreffen, daß es den Benutzern mittels eines einzigen Fingerzeigs auf den jeweiligen Funktions-Schlüssel erlaubt, Dokumente automatisch zu laden, zu verteilen und zu übersetzen. Neben X.400 verlangen die Directory-Dienste, so der Veranstaltungstenor, nach einem Mehr an Integration. Brown von Kodak: "Die Benutzer wollen wissen, wie sie drei verschiedene Mail-Produkte in einem Directory handhaben können.