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DV-Training wird in den USA vom Management nicht anerkannt:

US Ausbilder fühlen sich verschaukelt

30.01.1987

MÜNCHEN - Die DV-Ausbilder in den USA fühlen sich nicht genügend anerkannt: Die Kommunikation mit dem Management funktioniere nicht. Ihre Leistungen würden häufig abqualifiziert. Derartige Erfahrungen haben bundesdeutsche DV-Trainer bislang nur seiten machen müssen. Ihr Problem ist vielmehr, daß Unternehmen zunehmend eigene Mitarbeiter als Schulungsleiter ausbilden.

Während der Data Training Conference in Washington klagten DV-Ausbilder aus allen Teilen der USA über mangelnde Unterstützung in den Unternehmen. Zu oft werde ihre Tätigkeit abqualifiziert, da die Topmanager nicht bereit oder nicht in der Lage seien, den Wert eines "DV-Führerscheins" für die Mitarbeiter richtig einzuschätzen. Die Führungskräfte, so die Kritik der Tagungs-Teilnehmer, würden schnellstmöglich sichtbaren Erfolg ihrer Ausbildungs-lnvestitionen erwarten. Sei dies nicht der Fall, hätten viele Manager den Rotstift schnell zur Hand. Gerade im Bereich Ausbildung würde immer wieder das Budget gekürzt.

Bekräftigt wurden die Klagen durch die Ergebnisse einer vom Brandon Systems Institute of Maryland durchgeführten Untersuchung. Ein Fazit der Studie ist die unbefriedigende Kommunikation zwischen DV-Ausbildern und Management. Ferner würden viele Seminar-Teilnehmer von den Vorgesetzten willkürlich wieder aus den Kursen herausgenommen. Vor allem aber, so die Aussagen der Analysten, sind die Ausbildungsbudgets schlechthin miserabel.

"DV-Trainer stecken in einer Zwickmühle", klagt Michael Hoisch, früherer Ausbilder, inzwischen Karriere-Spezialist bei der Compusearch Division der Management Recruiters International Inc. in Omaha. Einerseits sollen sich die Referenten mit den Abläufen im gesamten Unternehmen auskennen und die Kurse in direktem Bezug mit der persönlichen Arbeit durchführen. Gleichzeitig werde die Tätigkeit aber nicht ausreichend anerkannt.

Diesen Vorwurf will Pat Baxter frühere Office-Automation(OA)-Managerin bei der Clevepak Corp. in Purchase, New York, nicht uneingeschränkt gelten lassen. So ist sie zwar von der Wichtigkeit Externer überzeugt, doch sei ihr Einsatz nicht bei allen Projekten vonnöten. Als in ihrem Unternehmen beispielsweise die Lohn- und Finanzbuchhaltung auf EDV umgestellt wurde, ließ Pat Baxter dem Leiter der Finanzabteilung sowie dem Manager of Information (MIS) "pädagogische Nachhilfe" geben. Danach seien sie in der Lage gewesen, den Unterricht für ihre Mitarbeiter selbst abzuhalten. "Dies bedeutete für unser Haus sowohl eine große Kosten- als auch Zeiteinsparung", betont die OA-Managerin.