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21.03.1997 - 

Erneute Diskussion um Vergabe von Internet-Adressen entbrannt

US-Behörde favorisiert weiterhin eine Vergabepraxis durch den Staat

Hatte es ursprünglich danach ausgesehen, daß sich die US-Administration aus dem Vergabegeschäft von Internet-Adressen zurückzieht, so fordert jetzt eine US-Behörde genau das Gegenteil. In einem 17seitigen, noch geheimen Report kommt das Office of the Inspector General (OIG) der National Science Foundation (NSF) zu dem Ergebnis, daß die Gesellschaft mit der Abgabe der Internet-Namensvergabe auf eine ihrer wichtigsten Einnahmequellen verzichtet habe. Die OIG wacht als unabhängige Aufsichtsbehörde über die NSF.

Mit der Registrierung der Internet Domain Names, so der Bericht, könne die NSF Millionen an Registrierungsgebühren einnehmen und so einen Teil der Regierungsinvestitionen in das Netz zurückgewinnen. Damit steht der Bericht im krassen Gegensatz zu den Bemühungen der NSF, sich endgültig aus der Adressenvergabe zu verabschieden. Hierzu hatte die NSF 1993 das "Internic Registration System" ins Leben gerufen, das derzeit Network Solu- tions Inc. (NSI) betreibt. Während die Autoren des OIG-Reports von einem glänzenden Geschäft sprechen, hat die NSI eigenen Angaben zufolge Verluste gemacht. Das Unternehmen, das bisher etwa 51 Millionen Dollar an Registrierungsgebühren einnahm, darf rund 70 Prozent der Einnahmen behalten und muß den Rest für öffentliche Internet-Investitionen abführen.

Überrascht über die Schlußfolgerungen des Berichts zeigten sich zahlreiche Vertreter der NSF sowie der Internet Society. Letztere, in der auch NSF-Mitglieder vertreten sind, hatte erst kürzlich die Schaffung einiger privaten Registrierungsorganisationen vorgeschlagen.