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Programme mit dem Jerusalem-Virus infiziert


16.02.1990 - 

US-Behörde löst beinahe Virenepidemie aus

MÜNCHEN (IDG) - Um ein Haar hätte das Statistische Bundesamt der Vereinigten Staaten die USA mit einem Computer-Virus verseucht.

Das Government Printing Office war gerade dabei, Pakete mit zwei Disketten und einer CD-ROM-Disk mit statistischen Daten an 722 regionale Institutionen im ganzen Land zu verschicken, als es vom Bundesamt erfuhr, daß die Programme auf einer Diskette mit dem "Jerusalem-Virus" infiziert seien.

Das Virus war auf vier PCs des Bundesamtes entdeckt und innerhalb eines Tages vernichtet worden. Wie es eingeschleppt wurde, weiß derzeit niemand. Auf ebenso ungeklärte Weise war es dann auf die Masterdiskette gekommen, von der die zu verschickenden Kopien gezogen wurden.

Ein Sprecher des Bundesamtes teilte mit, daß die meisten der Pakete noch gestoppt werden konnten und daß die wenigen ausgelieferten Disketten bislang keine Schäden verursacht hätten. In Zukunft, versprach er, würde das Amt "geeignete Maßnahmen ergreifen, die verhindern, daß so etwas wieder passiert".

Aus dem ursprünglichen Jerusalem-Virus hat sich in den vergangenen Jahren eine ganze Virenfamilie entwickelt, deren Mitglieder sich in ihrer Wirkungsweise zum Teil stark unterscheiden (siehe CW Nr. 5 vom 2. Februar 1990, Seite 34). Die verbreitetste Variante befällt auf MS-DOS-PCs Programme, die es dann zu bestimmten Anlässen, etwa an einem Freitag dem 13., löscht. Aufgrund eines Programmfehlers infiziert sie Programme mehrfach, was mit der Zeit dazu führen kann, daß sie zu groß werden, um noch geladen werden zu können. Darüber hinaus reduziert sie die Verarbeitungsgeschwindigkeit des Computers erheblich. +