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24.11.1995

US-Behoerde wendet Best-value-Methode mit Erfolg an Erst zahlen, wenn das System die versprochene Leistung bringt

FRAMINGHAM (IDG) - Der Traum eines jeden IS-Managers wurde jetzt in Kalifornien Wirklichkeit: Die DV-Unternehmen bekommen ihr Geld erst, wenn das System nicht nur laeuft, sondern auch die versprochenen Umsatzsteigerungen erzielt. Diesen Deal konnten die kalifornischen Finanzbehoerden bei ihrem letzten DV-Projekt durchsetzen.

Die Vereinbarung traf das California Franchise Tax Board, vergleichbar mit der US-Finanzbehoerde auf Bundesebene, mit der American Management Systems Inc., die fuer die Institution ein neues Steuerberechnungssystem aufbaute. Die eher ungewoehnliche Beschaffungsmassnahme zahlte sich fuer beide Seiten aus.

Waehrend der zehnmonatigen Implementierungsphase musste die Behoerde beispielsweise keine Vorzahlungen leisten. Nach Inbetriebnahme des Systems konnten die Steuerbeamten innerhalb von fuenf Monaten ein Plus von 25 Millionen Dollar bei den Steuereinnahmen verbuchen, die dem Staat ohne moderne DV-Hilfe entgangen waeren. Mit dem Eingang der Mehreinnahmen begann auch die Bezahlung des Systems: AMS bekam 75 Prozent des Steueraufkommens, bis der Kaufpreis von 5,2 Millionen Dollar abgegolten war.

Das neue Akquisitionsmodell, das die kalifornische Finanzbehoerde verwendete, ist in den USA unter der Bezeichnung "Best-value"- Ausschreibung bekannt.

Alan Hunter, bei der Finanzbehoerde verantwortlich fuer Neubeschaffungen, charakterisiert die Methode folgendermassen: "Best value bedeutet die hoechste Amortisierung der Investitionen, waehrend das traditionelle Modell auf die geringsten Anschaffungskosten abzielt." Dabei kann die Beschaffung wie der Finanzchef berichtet, durchaus einige 100000 Dollar mehr kosten als das im ersten Moment guenstigste Angebot.