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01.07.1994

US-Betatester geben dem neuen Windows NT Advanced Server gute Noten Microsoft und Novell bereiten sich auf Netzwerk-Showdown vor

FRAMINGHAM (IDG) - Mit Hochdruck arbeiten derzeit die Entwicklungsabteilungen von Novell und Microsoft an neuen Versionen ihrer Network Operating Systems (NOS). Bereits im dritten Quartal will die Gates-Mannschaft mit der Version 3.5 des NT Advanced Server (NT AS) um die Gunst der Anwender buhlen. Gegen Jahresende wird dann die Endrunde im Kampf der Schwergewichte eingelaeutet: Novell schickt Netware 4.1 gegen den NT AS in den Ring.

Zumindest im zweiten Anlauf scheint Microsoft nun, glaubt man amerikanischen Berichten, gute Chancen zu haben, den Netware- Champion vom Thron zu stossen. So loben Beta-User in den USA die um 20 bis 30 Prozent verbesserte Performance der File- und Druckdienste sowie den ausgezeichneten TCP/IP-Support und die ueberarbeiteten Verwaltungs-Tools des NT AS in der Version 3.5.

Das neue Server-System soll, wie die CW-Schwesterpublikation "Computerworld" berichtet, zeitgleich mit Daytona, der naechsten Version von Windows NT, auf den Markt kommen. Platzhirsch Novell wird dagegen sein neues Netware-Release erst gegen Jahresende fertig haben. Damit ergibt sich nach Meinung von Branchenkennern fuer Microsoft die Option, drei Monate lang konkurrenzlos Novell Kunden abzujagen, da diese momentan in Sachen Migration zu Netware 4.x noch auf ein fehlerfreies Release warten.

Novell-Anwender vor einer Grundsatzentscheidung

Darueber hinaus stellt sich fuer zahlreiche US-Anwender die Frage, ob sie der Novell-Plattform nicht komplett den Ruecken kehren sollen, wenn sie bei der Migration von Netware 3.x zu 4.x ihr Netz sowieso neu organisieren muessen. So denkt beispielsweise Sean Stanton, Senior Network Engineer bei Trawick & Associates, nun ueber den Einsatz eines anderen NOS nach, da ihn auch die Migration von Netware 3.x auf 4.x eine Menge Geld kosten wuerde.

Microsoft tut ein uebriges, um den Usern den Wechsel von Netware zu NT so schmackhaft wie moeglich zu machen. Neue Features erlauben die einfache Integration eines NT-Servers in bestehende Netware- Installationen und bieten Migrations-Tools zum endgueltigen Plattformwechsel. Fuer eine wirklich einfache Netware-NT-Migration arbeitet Microsoft an einem Netware-Upgrade-Kit, das automatisch User-Daten wie Passwort und Account in den Bindaries von Netware 3.x sucht und in NT-basierte Accounts und Directories umwandelt.

Zum endgueltigen Showdown duerfte es jedoch erst kommen, wenn Novell die Version 4.1 seines NOS ins Rennen schickt, da Anwender wie Ed Hiller, Supervisor bei Wastewater Utility in Little Rock, mit ihrer Kaufentscheidung noch warten, bis sie die beiden Konkurrenten im direkten Vergleich bewertet haben.

Anders dagegen Jim Dunham, Netzwerkverwalter und Daytona- Betatester bei der Darby Group Cos., der bereits heute auf den NT AS schwoert, da die eingebaute TCP/IP-Unterstuetzung die Verwaltung des Corporate Networks "sehr viel einfacher" mache. Dunham schaetzt besonders die Moeglichkeiten des Dynamic Host Control Protocol (DHCP), das es erlaubt, auf neuen Workstations TCP/IP automatisch zu konfigurieren.

Zusaetzlich begruessen die US-Anwender, dass mit dem neuen Server- Release auch der System Management Server, bisher besser bekannt unter dem Codenamen Hermes, ausgeliefert wird. Als weiteren Pluspunkt loben die Praktiker die grafische Benutzeroberflaeche, die auch Ungeuebte innerhalb einer Stunde in die Lage versetzen soll, ein Netz auf Basis des NT AS aufzubauen.

Unter all den Neuerungen sind fuer die amerikanischen Netzadministratoren jedoch der TCP/ IP-Support und die verbesserte Performance die wichtigsten.