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Marktforschung prophezeit anhaltend gutes Geschäftsklima:


07.10.1979 - 

US-DV-Markt: Um Wachstum nicht bange

MÜNCHEN/NEW YORK (ee) - "Eine konjunkturbedingte Abschwächung des amerikanischen EDV-Marktes sei unwahrscheinlich", schließt Beowulf Göbel von der Bundesstelle für Außenhandelsinformation (BfA), Köln, der sich dabei auf ein neues Marktforschungsergebnis der COMPUTERWOCHE-Schwestergesellschaft IDC stützt und eine Umsatzrangliste der US-Zeitschrift "Datamation" zitiert. Insgesamt hätten die fünfzig bedeutendsten DV-Hersteller mit rund 36 Milliarden Dollar Umsatz 1978 ein um rund 2Z Prozent besseres Ergebnis als 1977 erzielt. Was die nächsten Monate anlangt und die gegenwärtige konjunkturelle Talfahrt in den USA, so setzen einige Prognostiker hier unbekümmerten Optimismus entgegen: "Wie schon in der Rezession der Jahre 1974 und 1975 werde die Datenverarbeitung auch diesmal an der geschäftlichen Flaute vorbeisegeln."

Unter den wichtigsten Herstellern von EDV-Anlagen gab es 1978 keine Veränderungen in der Umsatzrangfolge, geht aus einer Auflistung der Fachzeitschrift "Datamation" hervor. Zu den sieben bedeutendsten Unternehmen gehörten 1978 wiederum die International Business Machines Corp. (IBM) mit weitem Abstand vor der Burroughs Corp., NCR Corp., Control Data Corp., Sperry Rand Corp., Digital Equipment Corp. und Honeywell Inc. Zusammen setzten die 50 wichtigsten Branchenunternehmen 1978 36,1 Milliarden Dollar um. Damit wurde das Vorjahresergebnis um 22 Prozent übertroffen.

Die Konzentration der Branche wird aus der Tatsache deutlich, daß die vorgenannten "sieben Großen" 76 Prozent der Jahresumsätze 1978 auf sich vereinigten (1977 waren es sogar 78,5 Prozent). Dieser hohe Prozentsatz kommt in erster Linie durch die herausragende Stellung von IBM zustande, die 1978 mit 47 Prozent an den Gesamtumsätzen der 50 wichtigsten EDV-Firmen beteiligt war. Verglichen mit den Vorjahren, in denen der IBM-Anteil gewöhnlich um die 50 Prozent-Marke kreiste, deutet sich hier eine relative Schwächung der dominierenden Position des EDV-Giganten an. Die von unten nachrückende Konkurrenz läßt es an Wettbewerbsdruck offensichtlich nicht fehlen. Dies wird am Umsatzwachstum der 43 übrigen EDV-Unternehmen deutlich. Der Umsatz dieser Gruppe erhöhte sich 1978 gegenüber dem Vorjahr global um immerhin 36,5 Prozent (1977/76: plus 30,7 Prozent).

Um in die Liste der 50 größten Branchenfirmen aufgenommen zu werden, bedurfte es 1978 eines Jahresumsatzes von 75 Millionen Dollar. Hinsichtlich der Marktstrategien der wichtigsten US-EDV-Unternehmen heben Branchenbeobachter für 1978 hervor, daß IBM seine dominierende Position vor allem durch die Einführung neuer Produkte und durch "aggressive" Preissenkungen abzusichern trachtete.

Digital Equipment (DEC) behielt 1978 seine führende Stellung bei Minicomputern, die ungefähr 30 Prozent zum EDV-Umsatz des Unternehmens beitragen. IBM und einige Halbleiterhersteller, die inzwischen auch Kleincomputer anbieten, setzten DEC jedoch zu, mit der Folge, daß die vom Unternehmen angepeilten Wachstumsraten nicht ganz erreicht wurden. Bei Honeywell erhöhte sich der EDV-Umsatz 1978 um 25 Prozent, der Betriebsüberschuß im EDV-Bereich um 34 Prozent (ohne Berücksichtigung der französischen Beteiligung CII-HB). Das Unternehmen übernahm 1978 die Incoterm Corp. (Terminals), Synertek (Speicher- und Mikroprozessorentechnologie) und die Spetronics (Faseroptik).

Legt man die Projektionen der International Data Corp. (IDC) zugrunde, so wird es im US-Markt für EDV-Anlagen in den kommenden Jahren keinen Stillstand geben: Bei den "General-Purpose"-Computern (überwiegend Großrechenanlagen) soll in den Jahren 1980 und 1981 mit je 10000 ausgelieferten Einheiten allerdings ein Höchststand erreicht werden. Danach soll ein Rückgang von etwa zehn Prozent jährlich einsetzen. Um so steiler aufwärtsgerichtet soll jedoch der Absatz von Small Business-Systemen und Minicomputern verlaufen.

Zwischen 1979 und 1983 sollen sich deren Auslieferungen der Stückzahl nach den Schätzungen zufolge verdoppeln.

Über den US- und weltweiten Bestand an Computern liegen für den Jahresanfang 1979 neue Schätzungen der US-Marktforschungs- und Consultingfirma International Data Corp. (IDC), Waltham (Massachusetts) vor. Aus ihnen geht bei "General-Purpose"-Computern die starke Stellung der IBM hervor. Bei Geschäfts-Kleincomputern ist die Stellung von IBM nicht mehr unangefochten, nachdem die Wang-Laboratories (EDV-Umsatz 1978: 209 Millionen Dollar) sich stückzahlenmäßig merklich nach vorn geschoben hat. Außer den Großen der Branche sind bei Kleincomputern reichlich 60 Unternehmen in der jüngsten IDC-Bestandsübersicht aufgeführt. Bei Minicomputern führt mit weitem Abstand die Digital Equipment Corp. vor der Data General Corp. Ungefähr 50 Firmen sind in der jüngsten IDC-Bestandsübersicht enthalten.