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24.03.1989 - 

Französische V-Gruppe wieder mit hauchdünnem Gewinn:

US Engagement drückt die Bull-Rendite

HANNOVER (ujf) - Die Umsatzrendite der Kölner Bull AG ist 1988 im Promillebereich

geblieben; auch die französische Muttergesellschaft operiert nur ganz knapp oberhalb der Gewinnschwelle. Die Auftragsentwicklung allerdings lies Vorstandschef Horst Gellert zuversichtlich in die Zukunft blicken.

Schon mit bescheidenen Erfolgen zeigt sich die Bull-Gruppe, in der inzwischen praktisch alle Honeywell-Aktivitäten auf dem DV-Gebiet aufgegangen sind, zufrieden. Als konsolidierten Umsatz weist der Pariser Konzern für das abgelaufene Geschäftsjahr 31,5 (29,8) Milliarden Francs aus, umgerechnet 9,4 Milliarden Mark. Die Bull AG steigerte ihre Einnahmen um 18,6 Prozent von 502 auf 595 Millionen Mark. Allerdings wäre das Wachstum deutlich geringer ausgefallen, hätte nicht das Geschäft mit verbundenen Firmen - also der Mutter und den Auslandsschwestern - durch OEM-Einkäufe expandiert. Auf vergleichbarer Basis steigerte die AG ihre Einnahmen um fünf bis sechs Prozent.

Der Jahresüberschuß der Kölner verbesserte sich um 200 000 auf drei Millionen Mark, was einer Umsatzrendite von einem halben Prozent entspricht. Der Konzern verdiente 1,0 nach 0,8 Prozent. Daß die vom französischen Staat beherrschte Groupe Bull so gut wie ohne Gewinn gearbeitet hat, hängt nicht zuletzt mit den hohen Investitionen zusammen. Für Forschung und Entwicklung machte das Unternehmen 3, 6 Milliarden Francs locker, was 11,5 Prozent des Umsatzes entspricht. In Produktion und Vertrieb investierten die Franzosen 1,7 Milliarden Francs. Außerdem fiel die Umfirmierung der Bull HN Information Systems Inc. in den USA in den Berichtszeitraum. An dieser Nachfolgegesellschaft der Honeywell Bull Inc. hält der europäische DV-Konzern seit Dezember einen Anteil von 65,1 Prozent, während Honeywell nur mit 19,9 und der japanische Zulieferant NEC mit 15 Prozent dabei sind.

Auftragseingang bei Unix mehr als verdoppelt

Einen wesentlichen Anteil am Umsatz hatte 1988 der Servicebereich mit 45 Prozent, wobei aber die reine Hardwarewartung eine rückläufige Entwicklung zeigte - laut Horst Gellert Folge der höheren Zuverlässigkeit der Systeme. Für die nächste Zeit ist der Vorstandsvorsitzende jedenfalls optimistisch, wenn er die Entwicklung in den Sparten betrachtet, die das Unternehmen heute forciert: Die Softwarehaus-Aktivitäten der AG legten 21 Prozent zu, die Rechner-Baureihe DPS 7000 wies 53 Prozent Plus aus, und der Auftragseingang im Unix-Bereich hat sich mehr als verdoppelt.