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16.04.1999

US-Entwickler strengen sich weniger an

MÜNCHEN (IDG) - Der Mangel an IT-Fachkräften führt offenbar dazu, daß sich Programmierer für mehr Lohn weniger anstrengen. So zumindest liest sich das Ergebnis einer Studie der Meta Group, die US-Programmierern ein vernichtendes Zeugnis in Sachen Produktivität ausstellt

Programmierer in Europa und im Rest der Welt legen bei der Software-Entwicklung derzeit eine viel höhere Produktivität an den Tag als ihre US-Kollegen. Das ergab eine aktuelle Studie der Meta Group. Demnach bringt es ein amerikanischer Programmierer auf durchschnittlich 7700 Codezeilen pro Jahr, während anderswo der Durchschnitt bei 16700 Zeilen liegt.

"Viele amerikanische IT-Experten sind fett und zufrieden geworden", so die Analyse der Meta Group, die sich auf Aussagen von IT-Managern stützt. Schuld an der Selbstzufriedenheit und damit an der mangelnden Produktivität sei die Lage auf dem Arbeitsmarkt: Aufgrund des anhaltenden Expertenmangels sind die Jobs der Programmierer sicher und zudem hoch bezahlt. Im Vergleich zu Kollegen in anderen Ländern verdienen US-Programmierer sogar besser, selbst wenn sie in der Regel schlechter ausgebildet sind.