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03.10.1997 - 

Intel, Motorola und AMD arbeiten zusammen

US-Forschungsinstitute und Unternehmen entwickeln Superchip

Unter Federführung des US-Energieministeriums (Department of Energy = DE) und gemeinsam mit dem Lawrence Livermore National Laboratory, dem Lawrence Berkeley National Laboratory und den Sandia National Laboratories/California haben die drei Prozessor- beziehungsweise Halbleiterhersteller ein Unternehmen mit Namen Extreme Ultraviolet Limited Liability Company gegründet.

In diesem soll ein neuer Produktionsprozeß zur Herstellung extrem komplexer Prozessoren entwickelt werden. Hierbei setzen die Partner auf sogenannte "extrem ultraviolet" (EUV) Lichtstrahlen, also auf sehr kurzwelliges Licht. Mit dieser Technik sei es möglich, Masken von Chipdesigns in 0,1-Mikrometer-Technologie zu entwerfen. Entwickelt wurde sie von den drei Forschungsinstituten. Heute erzielen Hersteller bestenfalls Strukturbreiten von 0,25 Mikrometer. Die EUV-Technologie habe den Vorteil, daß sie im Prinzip herkömmliche Verfahren weiterentwickle. Die von der IBM getestete Röntgenlithographie sei zwar prinzipiell realisierbar, verfahrenstechnisch aber völlig neu und sehr aufwendig.

Intels Senior Vice-President und Technologievordenker Albert Yu hat in einem Grundsatzpapier prognostiziert, in rund 15 Jahren werde es Prozessoren geben, die mit einer Taktrate von 10 Gigahertz arbeiten, eine Milliarde Transistoren aufweisen und 100 Milliarden Rechenoperationen pro Sekunde bewältigen. Der Stand der Technik heute sind Taktraten von 200 bis 600 Megahertz, rund fünf Millionen Transistoren und eine Verarbeitungsleistung von 200 Millionen Instruktionen pro Sekunde (MIPS).

Intel, Motorola und AMD werden innerhalb der kommenden drei Jahre 250 Millionen Dollar in das Unternehmen investieren. An der Extreme Ultraviolet Limited Liability Company dürfen sich übrigens nur in den USA angesiedelte Unternehmen beteiligen. Als Mindestvoraussetzung wird verlangt, daß ein interessierter Kandidat spätestens zwei Jahre nach Unterzeichnung seines Beitrittsvertrags in den USA eine Niederlassung eröffnet.