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11.03.1983 - 

Armonker IBM Corp. legt Jahresbericht 1982 vor:

US-Geschäft bringt Big Blue den Rekordgewinn

ARMONK (cmd) - Mit einer Gewinnsteigerung von 22,1 Prozent im Rezessionsjahr 1982 überraschte die IBM Corp. Aktionäre und Kunden (siehe CW Nr. 5 vom 28. 1. 1983, Seite 2). Der Geschäftsbericht zeichnet ein differenzierteres Bild und macht deutlich, wo Big Blue besonders erfolgreich war: in den Vereinigten Staaten. Wesentlich geringer lagen dagegen Umsatz-und Gewinnsteigerung auf den übrigen Märkten.

Von dem Gesamtumsatz in Höhe von 34,4 Milliarden Dollar entfielen auf den Geschäftsbereich Amerika (ohne USA)/Fernost 5,7 Milliarden und auf den Bereich Europa/Naher Osten/Afrika 10,6 Milliarden Dollar. Rund 95 Prozent aller dortigen Geschäfte wurden in Europa selbst getätigt. Während allerdings die Umsatzsteigerung in den USA 26,1 Prozent erreichte, nahm sich die Zuwachsrate in der übrigen Welt mit 9,7 Prozent bescheiden aus.

Noch unterschiedlicher verlief die Entwicklung bei den Gewinnen. In den USA konnte IBM die stolze Rate von 33,4 Prozent verbuchen, außerhalb der Vereinigten Staaten dagegen "nur" sieben Prozent. Als Hauptgrund weist der Geschäftsbericht hier den hohen Außenwert des Dollars im Vergleich zu den meisten anderen Währungen aus. So habe beispielsweise das britische Pfund seit 1980 um 27 Prozent an Wert verloren, die Mark um 28 Prozent, der Franc um 40 Prozent und die Lira um 41 Prozent. Einzig gegenüber dem Yen ergab sich ein leichtes Plus von zwei Prozent.

Wichtigster Träger des Umsatzes waren mit 16,8 Milliarden Dollar und einem Anteil von 49 Prozent die Verkäufe. Hier betrug die Steigerungsrate weltweit gut 30 Prozent. Das Neugeschäft wuchs um 36 Prozent, und bei der Umwandlung von Mietgeschäften in Käufe ergab sich ein Zuwachs von 29,2 Prozent.

Der Vergleich zwischen USA und übriger Welt zeigt aber auch hier wieder erstaunliche Unterschiede. In Amerika erwies sich das Angebot zur Umwandlung von Miete in Kauf als Renner: Der Zuwachs betrug nicht weniger als 50,3 Prozent. Auf den übrigen Märkten wurden nur "bescheidene" 6,9 Prozent erreicht.

Die Einnahmen aus dem Mietgeschäft stiegen angesichts dieser Entwicklung lediglich um 2,6 Prozent auf 11,1 Milliarden Dollar. Auf dem Servicesektor wurde ein Plus von 20,6 Prozent auf 6,4 Milliarden verbucht. Eine überproportionale Steigerungsrate erreichten die Armonker mit 45,3 Prozent bei Softwareprodukten. Demgegenüber kletterte der Umsatz bei Wartungsleistungen, die immerhin 60 Prozent des Geschäfts ausmachen, nur um 18 Prozent.

In der Forschung und Entwicklung zeigte man sich eher zurückhaltend. Der Zuwachs lag zwar bei 27,4 Prozent, gegenüber dem Umsatz von 34 4 Milliarden Dollar sind die 2,1 Millionen Dollar FuE-Aufwand jedoch unter dem Durchschnitt vergleichbarer Unternehmen.

Eine besonders erfreuliche Entwicklung verzeichnet der Geschäftsbericht für die Sparten Universalrechner der obersten Leistungsklasse und Speichersysteme mit Direktzugriff. Gut im Geschäft liege man auch bei Office-Systemen und mit dem Personal Computer. Bei Systemen der mittleren Leistungsklasse mußte dagegen auch IBM in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres eine Abschwächung der Nachfrage feststellen.

Für dieses Jahr kündigen die Armonker schließlich eine Erweiterung der Produktpalette an: Man werde sich verstärkt der industriellen Fertigung, der Telekommunikation sowie "Network Services" annehmen. Über die Art des Engagements hüllt sich Big Blue allerdings noch in Schweigen.