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20.11.1992 - 

Software- und Service-Companys legen kräftig zu

US-Hardware-Anbieter mit Verlusten im dritten Quartal '92

MÜNCHEN (CW) - In den meisten Branchen haben amerikanische Unternehmen im dritten Quartal dieses Jahres offenbar weitaus bessere Geschäfte gemacht als im gleichen Zeitraum 1991. Das gilt allerdings nicht für den Sektor Computer und Peripherie, der vor allem bedingt durch die enormen Verluste der IBM ein Minus von knapp 2,4 Milliarden Dollar auswies. Das geht aus einem Vergleich von 900 US- Companys hervor, den das Wirtschaftsmagazin "Business Weck" jetzt veröffentlicht hat.

Die Gewinne der 900 untersuchten Unternehmen stiegen laut "Business Weck" im dritten Quartal des Kalenderjahres 1992 um erstaunliche 31 Prozent. Damit liegen sie nicht nur über den 20 Prozent Zuwachs des zweiten Quartals, sondern repräsentieren auch das größte Plus seit 1987, als die Gewinne im dritten Quartal um 37 Prozent gestiegen waren. Die Steigerung wäre laut "Business Weck" noch sehr viel höher ausgefallen, wenn die IBM nicht einen Verlust von 2,8 Milliarden Dollar hätte ausweisen müssen: Ohne Big Blue errechnet sich für die untersuchten Firmen ein Gewinnplus von 41 Prozent.

Nach Industriezweigen aufgeteilt, entsteht für das dritte Quartal des laufenden Kalenderjahres - die Untersuchung unterscheidet nicht die einzelnen Fiskaljahre der gelisteten Unternehmen - ein differenzierteres Bild: Am schlechtesten schnitt der Sektor Computer und Peripherie ab. Die einschlägigen Firmen meldeten insgesamt einen Verlust von 2,4 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: 1991 wiesen die Companys, noch einen Gewinn von 592,5 Millionen Dollar aus. Doch dieses Ergebnis ist stark verzerrt. Ohne die Verluste der IBM (minus 2,8 Milliarden Dollar) und von DEC (minus 260 Millionen Dollar) hätte der Sektor mit einem Gewinn von 1,2 Milliarden Dollar ein Plus von 34 Prozent gegenüber dem Vorjahr melden können. Schließlich haben Hewlett-Packard mit 191 Millionen Dollar, Apple mit 97,6 Millionen, Seagate mit 59,6 Millionen, Unisys mit 58,3 Millionen und Compaq mit 49,4 Millionen Dollar solide Gewinne im dritten Quartal erzielt.

Nach den ersten neun Monaten des Jahres erscheint die Lage der Hardware-Hersteller noch schlechter. Allen voran rangiert hier Digital Equipment mit einem Minus von 2,45 Milliarden, gefolgt von IBM mit 1,4 Milliarden Dollar, aber auch Silicon Graphics hat sich mit Verlasten in Höhe von 96,4 Millionen Dollar genausowenig Lorbeer verdient wie Data General (minus 66,5 Millionen) und Amdahl mit 9,4 Millionen Dollar Minus (Grafik auf Seite 1).

Mit befriedigenden Zuwächsen konnte dagegen der Sektor Software und Services aufwarten. Er legte gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 92 Prozent zu und wies einen Gewinn von 613,3 Millionen Dollar aus. Spitzenreiter sind hier Microsoft mit 209 Millionen Dollar, EDS mit 16793 Millionen, Novell mit 66 Millionen, CA mit 47 Millionen und Lotus mit 30,1 Millionen Dollar. Keiner der Anbieter schloß im dritten Quartal mit Verlust ab. Auch bei Betrachtung der, vergangenen neun Monate schreibt nur Borland mit einem Verlust von 19,8 Millionen Dollar rote Zahlen.

Gut abgeschnitten haben der Untersuchung zufolge hingegen die Halbleiter-Hersteller, die bei den Gewinnen um 1285 Prozent zulegten. Geholfen haben dürfte dabei sicher die starke Nachfrage nach PCs. Noch im Vorjahr konnte die Chip-Industrie mit 25 Millionen Dollar nur magere Profite ausweisen. Im letzten Quartal jedoch haben vor allem die CPU-Hersteller die Einnahmen auf 362 Millionen Dollar schnellen lassen.