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Interactive verstärkt hiesiges Engagement


24.05.1991 - 

US-Hersteller entdeckt Europa als Unix-Eldorado

MÜNCHEN (CW) - Mit einem zusätzlichen Vertriebspartner und einer langfristigen Unix-Strategie will Interactive in Deutschland der Santa Cruz Operation (SCO) Paroli bieten. Im Markt für 386er PCs beansprucht das Unternehmen hierzulande bereits die Marktführerschaft. Jetzt soll die Münchner Access Computer GmbH als neuer Distributor helfen, diese Position auszubauen.

Douglas Miller, Director European Operations bei Interactive, rechnet mit einer Explosion des Unix-Markts. Das US-Unternehmen macht bisher 40 Prozent seines Stückzahlen-Absatzes und 28 Prozent des Umsatzes in Europa.

Hier will der Manager in den kommenden drei Jahren 500 000 Betriebssystem-Kopien verkaufen. Dabei setzt Miller vor allem auf den deutschen Markt, wo Interactive bisher allerdings erst 8000 Unix-Systeme abgesetzt hat.

Die Unix-Variante von Interactive wird häufig durch OEMs wie Siemens-Nixdorf, AEG und Kontron vermarktet, doch mit 70 Prozent des Umsatzes haben die Distributoren Danet und Intro-Unix bisher den Löwenanteil eingefahren. Um die ehrgeizigen Pläne umzusetzen, hat der Unix-Spezialist seine Vertriebsmannschaft jetzt um die Markt-und-Technik-Tochter Access verstärkt, die ein Netz von 4000 Händlern einbringt.

Als Hauptkonkurrent sieht Miller die Santa Cruz Operation. In diesem Zusammenhang verweist er auf Zahlen der Marktbeobachter von IDC und Dataquest. Danach hat Interactive den Mitbewerber hierzulande mit einem Marktanteil von 52,6 Prozent bei den 386er PCs überrundet. Hier erreicht SCO nur einen Anteil von rund 47 Prozent. Allerdings dominieren die Kalifornier bei den Xenix-Installationen.

Um gegen SCO zu bestehen, setzt Dennis Peck, President und CEO der Interactive Corp., vor allem auf das AT&T-Betriebssystem Unix V.4. Noch in diesem Quartal soll eine Entwicklerversion ausgeliefert werden. Für 1992 verspricht Peck eine marktreife Ausführung. Langfristig soll es zwei Varianten des Betriebssystems geben: Ein einfach zu bedienendes "Light-Unix" für semiprofessionelle PC-Anwender und eine zu den verschiedensten Unix-Derivaten kompatible Vollversion für den Einsatz in heterogenen Umgebungen.