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16.04.1976 - 

Itel, National Semiconductor und Hitachi mit Weltmarkt-Strategie:

US-japanische Anti-IBM-Front

16.04.1976

SAN FRANCISCO/TOKIO - Die Itel Corp. wird in Europa und in den USA den Vertrieb IBM-kompatibler japanischer Hitachi-Rechner übernehmen, berichtete die britische Wochenzeitung Computer Weekly. Die Vereinbarung soll in wenigen Wochen bekanntgegeben werden, zusammen mit der Ankündigung, daß Itel einen von National Semiconductor gebauten IBM 370/158-Nachbau vermarkten wird. Eine neue - wohl größer dimensionierte - Auflage der erfolgreichen Amdahl-Fujitsu-Kooperation bahnt sich an. Marketing-Ziel: Billig-Ablösung von IBM-Anlagen ohne Software-Umstellungen.

Die drei Partner sind keine Kleinklecker-Firmen: Die Itel Corp., Data Product Group, ist eine der größten amerikanischen Computer-Leasing-Firmen mit einem Auftragsbestand für IBM 360- und 370-Systeme im Werte von über 1,3 Milliarden Mark und zählt zugleich zu den führenden Herstellern von IBM-kompatiblen Magnetplatten-Systemen. Japans Elektronik-Gigant Hitachi hat zusammen mit Fujitsu - kräftig unterstützt durch das japanische MITI-Ministerium - die IBM-kompatible Rechnerfamilie System M entwickelt, Hitachis Marktanteil in Japan: 24 Prozent. National Semiconductor in Santa Clara, Kalifornien, nahezu Nachbar der Itel, ist Nummer drei der amerikanischen Halbleiter-Produzenten.

Noch eine kleine "Amdahl-Maschine"

Itel wird außerhalb Japans die Hitachi-Modelle M 180 (Gegenstück zur 370/168) und M 160 II (Gegenstück wäre die erwartete 370/148) vertreiben, nicht aber den dazwischen liegenden M 170-Computer, da Itel für diese Maschinengröße sich auf einen - nach Vorbild der 370/168-Kopie Amdahl 470/V6 - in ebenfalls modernster VLSI-Technik nachgebauten 370/158-Rechner aus dem Hause National Semiconductor festgelegt hat. Bei diesem System soll die Hardware-Emulation der 370/158 auf Maschinen-Code-Level durch mikroprogrammierbare ROM-Speicher erfolgen, die ebenso wie die sonstige Hardware der "Klein-Amdahl-Maschine" aus eigener Produktion stammen.

Nur ein Beispiel dessen, was auf IBM zukommen könnte: Gerade kürzlich erst entschloß sich IBM-Kunde British Airways für Mixed-Hardware-Platten und bestellten 60 Itel 7730-Einheiten.