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26.09.1997 - 

Internet-Zukäufe werden untersucht

US-Justiz nimmt Microsoft erneut unter die Lupe

Microsofts Absicht, die Vxtreme Inc., eine Company, die Produkte zur Videoübertragung in Echtzeit via Internet produziert, zu übernehmen, rief nun das US Department of Justice auf den Plan. Dieses befürchtet nämlich, Microsoft könne mit dem erneuten Firmenkauf eine marktbeherrschende Rolle bei Audio- und Videotechnologien für das Internet erlangen.

Die Softwerker aus Redmond hatten im Oktober 1996 bereits beim Vxtreme-Wettbewerber Vdonet Corp. einen fünfprozentigen Anteil erworben und im Juli dieses Jahres zehn Prozent an Progressive Networks Inc. übernommen. Progressive ist ebenfalls ein Hersteller von Software zur Übertragung von Ton- und Videodaten via Internet.

Juristen und Analysten räumen dem Justizministerium aber wenig Chancen auf eine erfolgreiche Intervention ein, da es im Bereich Internet-Technologie momentan ausreichend Konkurrenz gebe. Solange Firmen wie Netscape Communications in aggressivem Wettbewerb mit Microsoft stehen, begründet der Chikagoer Anwalt Barry Weiss seine Meinung, dürfte es schwierig sein, Microsoft im Bereich Internet wettbewerbsschädliches Verhalten nachzuweisen.

Gleiches vermuten Branchenkenner in bezug auf die Microsoft-Beteiligung in Höhe von 150 Millionen Dollar an Apple: Da die Apple-Aktien, die sich im Besitz von Bill Gates befinden, nicht stimmberechtigt sind, habe der Softwaregigant damit sogar einen Konkurrenten gestützt, anstatt, wie das Justizministerium vermutet, den Wettbewerb zu vermindern. Zyniker gehen sogar soweit und behaupten, mit der Investition in Apple habe sich Microsoft Schutz vor dem Justizministerium gekauft.