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30.10.1992 - 

Für Gates-Company scheint es ernst zu werden

US-Kartellamt verschärft Gangart der Untersuchung gegen Microsoft

NEW YORK (CW) - Die Wettbewerbshüter der amerikanischen Federal Trade Commission (FTC) drängten auf einen Abschluß der Untersuchungen gegen Microsoft mit dem Ziel, Anklage wegen Wettbewerbsmißbrauchs zu erheben. Das geht aus einem Bericht des "Wall Street Journal" hervor.

Von Konkurrenzunternehmen liegen Beschwerden gegen die Gates-Company vor, worin den Softwerkern aus Redmond vorgeworfen wird, sie nutzten ihre dominierende Marktmacht als PC-Betriebssystem-Lieferant in unfairer Weise, um ihrer Applikationsdivision Vorteile am Markt zu verschaffen (vgl. CW Nr. 35 vom 25. September 1992).

Für Microsoft hätte eine Klageerhebung nach Ansicht von Marktbeobachtern unangenehme Folgen: Der günstigere Fall sähe vor, daß Bill Gates sich zu einem "Consent degree" herbeilassen müßte. Darin würde sich Microsoft verpflichten, die Bündelung von Betriebs-undAnwendungssoftware zu unterlassen.

Das könnte etwa bedeuten, daß die verschiedenen Softwaremodule von Windows for Workgroups, die sowohl Netzals auch Betriebssystem-Elemente beinhalten, nur noch als separate Produkte angeboten werden dürfen.

Es könnte beispielsweise auch zur Folge haben, daß Microsofts Versuchen ein Riegel vorgeschoben würde, etwa über das Monopol für fensterorientierte Betriebssyteme den Verkauf von Eingabemedien wie den von Mäusen zu steuern. Diesen Vorwurf hatten in der Vergangenheit Unternehmen wie Z-Nix und Logitech gegen Microsoft erhoben.

Die unangenehmere Variante einer Klageverfolgung durch das Kartellamt würde nach Ansicht von Fachleuten in der Forderung münden, die Betriebssystem- und die Applikations-Software-Abteilung von Microsoft in zwei unabhängige Unternehmen aufzuteilen.