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28.02.1992 - 

Ausländische Lieferanten dominieren zunehmend

US-Komitee warnt vor Niedergang der nationalen Elektronikindustrie

WASHINGTON (vwd) - Das amerikanische National Advisory Committee on Semiconductors hat davor gewarnt, daß sich die Wettbewerbsfähigkeit der US-amerikanischen Elektronikindustrie ohne Änderungen der Politik Washingtons noch weiter verschlechtern wird.

So wies Ian Ross, der Vorsitzende des Komitees und frühere Präsident von AT&T Bell Laboratories, auf beunruhigende Anzeichen in der Elektronikindustrie und in der für sie wichtigen Halbleiter-Industrie hin. Der Weltmarktanteil der amerikanischen Hersteller von Elektronikprodukten sei seit 1985 um 14 Prozent gefallen. Das entspreche - gemessen an der gegenwärtigen Größe des weltweiten Elektronikmarktes - mehr als 100 Milliarden Dollar an entgangenen Einnahmen.

Der Rückgang bedroht laut Ross derzeit die traditionelle Stärke der USA bei Computern, weil ausländische Lieferanten damit beginnen würden, die Material- und Ausrüstungssektoren der Elektronikindustrie zu dominieren. Die USA stünden seiner Meinung nach knapp davor, bei wichtigen Materialien und Ausrüstungen von ausländischen Lieferanten abhängig zu werden. Mit Ausnahme der "Nische der Halbleiter-Erzeugung" werde "alles in den USA verschwinden", wenn nicht die Empfehlungen des Komitees angenommen würden.

Dazu gehören erhöhte Investitionen in die Halbleiter-Forschung und -Entwicklung sowie in die Ausbildung, eine Verkürzung der Abschreibungsfrist für Investitionsgüter von fünf auf drei Jahre, eine ständige Steuervergünstigung für Forschung und Entwicklung, Investitionsanreize durch eine Verringerung des Haushaltsdefizites, verstärkte Kooperation und Koordination zwischen US-Gesellschaften sowie eine "verbesserte Produktivität von Investitionen" in eine fortgeschrittene Halbleiter-Technologie durch eine nationale Initiative.

Das beratende Komitee wurde 1988 vom Kongreß geschaffen, um eine umfassende nationale Halbleiter-Strategie zu entwickeln. Es setzt sich aus Managern von US-Gesellschaften wie der IBM, Intel, Martin Marietta und Motorola sowie aus Vertretern der Ministerien für Verteidigung, Handel und Energie zusammen.