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05.01.1990 - 

Outsourcing eines der beherrschenden Themen

US-Konzerne planen Auslagerung der DV

NEW YORK (IDG) - Bis zum Jahr 1992 werden - so lautet jedenfalls die Prognose des Bostoner Beratungsunternehmens The Yankee Group - 20 Prozent der 500 größten Firmen in den Vereinigten Staaten aus Kostengründen ihre RZ- und Netzwerk-Aktivitäten auslagern.

Wie Yankee-Group-Präsident Howard Anderson in einem Pressegespräch erklärte, haben sich derzeit erst zwei Prozent der US-Unternehmen zu einem solchen Schritt entschlossen. In den nächsten drei Jahren sähen sich jedoch immer mehr Organisationen zu einem ähnlichen Vorgehen gezwungen - zum einen, weil generell die Notwendigkeit zum "Abspecken" bestehe, zum anderen aufgrund der Tatsache, daß Industrie und Wirtschaft inzwischen über doppelt soviel DV-Kapazität verfügten, wie sie eigentlich brauchten.

DuWayne Peterson, beim New Yorker Brokerhaus Merrill Lynch & Co. für DV-Systeme und Telekommunikation verantwortlicher Vizepräsident, faßt die derzeitige Situation so zusammen: "Im Wertpapierbereich begann die Aufblähung 1982 und bewirkte eine ungeheure Ausweitung im puncto DV-Personal, Rechner und Infrastrukturmaßnahmen.

Nun versuchen wir herauszufinden, wie man das wieder stutzen kann."

Freilich: Dieses zurecht stutzen ist mit schwierigen Entscheidungen darüber verbunden, welcher Bereich eines Unternehmens von vitalem Interesse ist und welcher nur von minderer strategischer Bedeutung. Yankee-Group-Berater Anderson warnt denn auch:

"Man darf nicht gleichzeitig auf die RZ-Aktivitäten, das Datenmanagement, die Netzwerk-Kontrolle und den finanziellen Entscheidungsspielraum verzichten." Am ehesten würden Unternehmen noch ihren Rechnerzentrumsbetrieb und Teile ihrer Telekommunikation ausgliedern. Merrill Lynch beispielsweise hatte in diesem Jahr einen Großteil seines Netzwerk-Betriebs der MCI Communications Corp. übertragen, ohne jedoch die Netzwerk-Kontrolle aus der Hand zu geben.