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21.04.1995

US-Marktforscher ermitteln Motive privater Consumer Gallup-Studie: Handys erhoehen dem Nutzer das Selbstwertgefuehl

WIESBADEN (CW) - Der deutsche Mobilfunkmarkt boomt, aber er koennte es nach Ansicht des US-Konzerns Motorola ruhig noch etwas kraeftiger tun. Fuer mehr Schwung hierzulande soll nun unter anderem eine beim US-Marktforschungsunternehmen Gallup in Auftrag gegebene Studie sorgen, die Aufschluss darueber gibt, warum Handys zumindest jenseits des grossen Teiches auch immer mehr im privaten Bereich zum Einsatz kommen.

Waehrend sich die typische amerikanische Familie noch bis vor nicht allzu langer Zeit beim allabendlichen Dinner ueber das Tagesgeschehen unterhielt, kommuniziert sie heute zunehmend ueber ein Mobiltelefon. Das ist - in Kurzform - das (sicher nicht voellig ernstzunehmende) Ergebnis der Gallup-Umfrage. Anlass der Studie war ein rein historischer Hintergrund: Vor genau zehn Jahren hatte Motorola als erster Hersteller ein mobiles Telefon auf den Markt gebracht.

Gallup befragte 660 Anwender von Mobiltelefonen nach ihren Kaufgruenden und Erfahrungen sowie den Auswirkungen auf Beruf und Privatleben. Die Ergebnisse haetten, wie es bei Motorola heisst, zum Teil prognostizierte Fakten bestaetigt, andererseits aber auch Aufschluesse gebracht, die in dieser Form nicht unbedingt zu erwarten waren. Eltern fuehlen sich demnach sicherer, wenn ihre Teenager bei ihren abendlichen Ausfluegen ein Handy mit sich fuehren. Mehr als 50 Prozent der Befragten gaben an, rein aus Sicherheitsgruenden fuer ein Familienmitglied ein Handy erworben zu haben, 28 Prozent haben sogar mehrere Geraete fuer den ausschliesslich privaten Gebrauch angeschafft.

Laut Studie verbessern Handys die zwischenmenschlichen Beziehungen unter Familienmitgliedern und Freunden ganz erheblich. 42 Prozent der Befragten reden jetzt viel mehr und oefter mit ihren Kindern, waehrend 28 Prozent der Kinder angaben, sie wuerden dank Handy viel haeufiger mit ihren Eltern telefonieren. Weitere erfreuliche Ergebnisse der Gallup-Studie: 90 Prozent der Befragten sind jetzt eher geneigt, gegenueber fremden Mitmenschen hilfsbereit zu sein. So sei es beispielsweise ein Klacks, via Mobilfunk Hilferufe abzusetzen. 65 Prozent haben dadurch Freunden in Not unter die Arme greifen koennen, 87 Prozent nutzten ihr Handy, um ein Zuspaetkommen rechtzeitig zu signalisieren und zu entschuldigen.

82 Prozent der mittlerweile elf Millionen US-amerikanischen Mobiltelefon-Benutzer sind laut Gallup darueber hinaus einhellig der Meinung, dass mit dem Handy ihr beruflicher Stress entschieden geringer wuerde; 75 Prozent konnten auch eine deutliche Reduktion von Stresssituationen im privaten Bereich registrieren. Die Gruende hierfuer sind Motorola zufolge einleuchtend: 97 Prozent der Befragten sprachen von einer deutlichen Steigerung der Flexibilitaet, 91 Prozent von mehr beruflicher Effizienz. Alle 660 Teilnehmer der Gallup-Studie hatten zudem eine gemeinsame Erklaerung, warum das Handy bei ihnen einen entscheidenden Beitrag zu ihrem neuen Selbstwertgefuehl leistet: Das Mobiltelefon verlaengere ihren beruflichen wie privaten Tag um mindestens eine Stunde.