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06.06.2007

US-Milliardär Burkle prüft Gegengebot für Dow Jones & Co

NEW YORK (Dow Jones)--Beim Versuch der Übernahme des Medienkonzerns Dow Jones & Co könnte US-Medienunternehmer Rupert Murdoch mit einem Gegengebot zu tun bekommen. US-Milliardär Ron Burkle sei bereit, sich an der Suche nach Alternativen zu News Corp zu beteiligen, erklärte die Mediengewerkschaft IAPE am Dienstag. Murdochs News Corp bietet 5 Mrd USD für die Dow Jones & Co, die neben dem "Wall Street Journal" auch diese Nachrichtenagentur betreibt.

NEW YORK (Dow Jones)--Beim Versuch der Übernahme des Medienkonzerns Dow Jones & Co könnte US-Medienunternehmer Rupert Murdoch mit einem Gegengebot zu tun bekommen. US-Milliardär Ron Burkle sei bereit, sich an der Suche nach Alternativen zu News Corp zu beteiligen, erklärte die Mediengewerkschaft IAPE am Dienstag. Murdochs News Corp bietet 5 Mrd USD für die Dow Jones & Co, die neben dem "Wall Street Journal" auch diese Nachrichtenagentur betreibt.

Nachdem sich eine Annäherung von Murdoch mit den Familienaktionären von Dow Jones abzeichnet, versucht die Gewerkschaft ein Gegengebot unter Mitarbeiterbeteiligung auf die Beine zu stellen. Nach eigenen Angaben vertritt sie etwa 2.000 Dow-Jones-Angestellte.

Angesprochen worden sei neben Burkle auch der Unternehmer Warren Buffett. Hier gebe es bislang keine Antwort. Weitere ins Auge gefasste Bieter wollte die Gewerkschaft nicht nennen. Nach Bekanntwerden der Neuigkeit, die möglicherweise bedeutet, dass News Corp ihr Gebot noch aufstocken muss, kletterte der Kurs der Dow-Jones-Aktie am Dienstag bis auf ein Sechsjahreshoch von 61,76 USD.

Murdochs Gebot über 60 USD je Aktie von Anfang Mai war von der Bancroft-Familie als Hauptaktionärin von Dow Jones & Co zunächst abgelehnt worden. Mittlerweile zeichnet sich aber eine Annäherung ab. Am Montag trafen Vertreter der Familie erstmals mit Murdoch zusammen und nannten die Gespräche anschließend konstruktiv.

Burkle ist mit Supermärkten zu einem der 400 reichsten Männer Amerikas geworden und gilt als Vertrauter des früheren US-Präsidenten Bill Clinton. Sein Vermögen wird auf 2 Mrd USD geschätzt. Über sein Investmentvehikel Yucaipa hatte Burkle sich 2006 beim Verkauf des Zeitungsverlags Knight Ridder Inc engagiert und mit den Mitarbeitern eine Gegenofferte gestellt. Knight Ridder ging jedoch an die McClatchy Co. Auch jüngst beim Verkauf der Tribune Co, die die Chicago Tribune und Los Angeles Times herausgibt, unterlag Burkle. Immobilienunternehmer Sam Zell erhielt mit 8,2 Mrd USD den Zuschlag.

Das "Wall Street Journal" berichtet unterdessen am Mittwoch, in den Verhandlungen mit Murdoch bei Dow Jones könnte Chairman M. Peter McPherson eine Schlüsselrolle zukommen. So gebe es im elfköpfigen Board of Directors eine Gruppe, der anders als den Bancrofts weniger am Erhalt der journalistischen Unabhängigkeit denn an einer Erhöhung des Preises gelegen sei. Nach Angaben einer mit den Diskussionen im Board vertrauten Person will diese Gruppe verhindern, dass es zu Nebenabsprachen der Bancrofts mit Murdoch über die redaktionellen Prinzipen kommt.

McPherson stelle die Brücke zwischen den Bancrofts und den unabhängigen Direktoren dar, unterstütze dabei aber das Anliegen der Eignerfamilie, schreibt die Zeitung. Die Vorbereitung eines Verhandlungsergebnisses, über das die Aktionäre abstimmen können, liegt beim Board und nicht bei den Familienaktionären.

Webseiten: http://www.dj.com/

http://www.wsj.com/

-Von Sarah Ellison, The Wall Street Journal; +49 (0)69 - 29725 111,

unternehmen.de@dowjones.com

DJG/DJN/rio/smh

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