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31.01.1992 - 

Montage per Bildschirmanweisungen

US-Monteure lassen sich vom Computer instruieren

MÜNCHEN (CW) - Schnelleres Time-to-market und Verkürzung der Produktionszyklen sind Forderungen, die Wirtsehaftsexperten unaufhörlieh an Industriebetriebe richten. Wie sieh die Produktionszeit in einer Fertigung mit Hilfe der entsprechenden DV deutlich reduzieren läßt, haben Fabriken der Hughes Aircraft Company in Fullerton, Kalifornien, desonstriert.

Das US-Magazin "American Machinist" berichtet von Projekten, in denen es unter anderem darum geht, Montage-Instruktionen nicht wie bisher üblich auf Papier, sondern direkt per Bildschirm an die entsprechenden Mitarbeiter weiterzugeben. Die Monteure erhalten komplette Arbeitsanweisungen einschließlich farbiger Zeichnungen und Videoaufnahmen über den PC an ihren Arbeitsplatz. Auf diese Weise läßt sich nicht nur die Fertigungszeit signifikant verkürzen, auch die Fehlerquote bei den montierten Produkten verringert sich drastisch.

Hughes hat in einer Fabrik ein Netzwerk von mehr als 75 Vectra-PCs von Hewlett-Packard sowie einen HP-9000-Minicomputer mit einer Reihe von Terminals installiert. Als Software kommt das paket "Impression" der Eyring Systems Engineering Division in North Provo, Utah, zum Einsatz, ein Arbeitsinstruktions- und Reporting-System.

Die Erfahrungen des Konzerns sind positiv: Nicht nur der Verzicht auf Papier verkürzt den Produktionszyklus, sondern auch die Offenheit der Software, die eine Einbindung von; Zeichnungen und Dokumentationen aus anderen Arbeitsbereichen von Hughes zuläßt. Daten aus dem CAD-Bereich, technische Zeichnungen, eingescannte Farbdokumente und selbstverfaßte Texte können in einer aufgearbeiteten Version an die Arbeitsplätze weitergeleitet werden, wo sie als Montage-Instruktionen dienen.

Auch auf Handbücher sind die Mitarbeiter nicht mehr angewiesen. Über eine Online-Dokumentation können die nötigen Informationen jederzeit abgerufen werden. Ebenso haben die Mitarbeiter die Möglichkeit, ihre Anweisungen und Verbesserungsvorschläge zum Montageverfahren im System vermerken zu lassen.

Die schnelle Verarbeitung großer Datenmengen ist weniger problematisch, als zunächst angenommen wurde: Die Software komprimiert nämlich die aus Text und Grafikkomponenten zusammengesetzten Dateien im Verhältnis 70: 1. Hierzulande besitzt Jonathan Whiteley in Lenggries die Vertriebsrechte für die Eyring-Software.