Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

08.08.1986 - 

Angeblich Joint-venture-Wünsche von IBM und Burroughs:

US-Regierung bedrängt Brasilien

WASHINGTON (CWN) - Die US-Regierung übt Druck auf Brasilien aus, die Beschränkungen für Joint-ventures in der Informationstechnik zwischen Unternehmen beider Länder zu lockern. Einer Quelle aus der brasilianischen Botschaft in Washington zufolge handeln die Vereinigten Staaten dabei auf Veranlassung von IBM und der Burroughs Corporation.

Diese beiden Unternehmen hatten in der Vergangenheit bereits Interesse an derartigen Joint-ventures zusammen mit brasilianischen Softwarefirmen geäußert. Eine Sprecherin von Burroughs erklärte im aktuellen Zusammenhang jedoch, ihre Gesellschaft strebe kein solches Gemeinschaftsprojekt an und habe auch nicht um Regierungsinterventionen in dieser Sache nachgesucht.

Ein IBM-Sprecher zeigte sich nicht in der Lage, zu der Angelegenheit Stellung zu beziehen.

Bereits Anfang Juli hatte sich eine US-Delegation mit einer brasilianischen Gruppe in Paris zu Gesprächen getroffen. Unter anderem diskutierten sie die Möglichkeit erweiterter Gemeinschaftsprojekte zwischen den Computerindustrien der beiden Länder. Auf der Tagesordnung standen auch die Sanktionen der US-Regierung gegen die restriktive Handelspolitik Brasiliens.

In dem lateinamerikanischen Staat verbietet ein Gesetz aus dem Jahre 1984 die Einfuhr ausländischer Personal Computer. Auf diese Weise ist es der brasilianischen Regierung gelungen, eigenständig einen technischen Entwicklungsstand zu erreichen, der die Produktion von IBM- und Apple-kompatiblen Rechnern gestattet. Wegen eben dieser Politik war das Land unter Beschuß durch die US-Regierung geraten.

Der Wissenschafts-Attache der brasilianischen Botschaft in Washington, Afonso Carbonar, bezeichnete es als unwahrscheinlich, daß sich sein Land Pressionen seitens der USA beugen werde. "Drohungen werden die Situation nicht verbessern", erklärte er.