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22.08.1975

US-Regierung steht auf Anwender-Seite:IO Interfaces normieren

WASHINGTON - Als "Vertreter der Verbraucher will sich der Welt größter Computer-Anwender, die US-Regierung, für Standard-Schnittstellen an Zentraleinheiten stark machen. Die amerikanische Norm-Organisation National Bureau of Standards (NBS) und die General Services Administration (GSA) planen neue Aktivitäten, die im Endeffekt dazu führen sollen, daß alle Hersteller bei allen an US-Behörden gelieferten CPU's einheitliche Schnittstellen für den Anschluß von Peripheriegeräten vorsehen müssen.

Gestartet wird mit einer Untersuchung der verschiedenen Interfaces zum Anschluß von Platten-Einheiten. NBS und GSA wollen feststellen, ob die Einführung einer Standard-Schnittstelle wesentliche Änderungen bei den CPU-Herstellern erfordern würde, welche Mehrkosten die Änderungen verursachen und welche Verbilligungen durch Normung zu erreichen sind. Eine Zusammenarbeit mit dem American National Standards Institute und der Computer-Industrie wird angestrebt.

Standards schaffen Wettbewerb

Schon 1969 hatte das "General Accounting Office" (vergleichbar deutschen Rechnungshöfen) in einer Studie festgestellt, daß die Einführung von Standard-Schnittstellen den Wettbewerb zwischen den Peripherie-Herstellern intensivieren und dadurch dem Staat Geld sparen würde. Mit dem jetzigen Gemeinschaftsprogramm werden alte NBS-Bemühungen wiederbelebt. Zahlreiche DV-Anwender hatten die US-Regierung schon kritisiert, daß sie als größter Kunde nicht mehr Einfluß auf die Normung nimmt.

Ende 1974 hatten die US-Behörden 7830 Computer installiert und darin mehr investiert als eine ganze Industrienation wie England für ihre DV-Systeme. Bei Uncle Sam hat die IBM weniger als 20 Prozent Marktanteil und liegt zahlenmäßig hinter Univac und DEC. cw