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27.03.2007

US-Server beherbergen die meisten Viren

Die am stärksten mit Viren verseuchten Server stehen in den USA und nicht in Russland oder China.

Der Sicherheitsanbieter Finjan Inc. analysierte in Großbritannien den Datenfluss zu und von mehr als zehn Millionen Internet-Adressen, auf die Endanwender zugriffen. Yuval Ben-Itzhak, Chief Technology Officer (CTO) bei Finjan, erklärte, dass man zur Lokalisierung der Server jeweils deren IP-Adresse untersucht habe, um ihren genauen Standort herauszufinden.

Nicht nur auf Pornoseiten

"Die meisten Menschen denken an China oder Russland, wenn die Rede auf Computerviren etc. kommt", sagte Ben-Itzhak. "Unsere Untersuchungen haben demgegenüber ergeben, dass über 80 Prozent der bösartigen Softwarecodes von Servern stammen, die in den USA stehen."

Zu den Nationen, die ebenfalls viele virenverseuchte Server beheimaten, zählen Großbritannien, Kanada, Deutschland und Italien. Im britischen Königreich stehen immerhin zehn Prozent aller Server, von denen aus Viren in die Welt gesendet werden. Mit der Untersuchung ist laut Ben-Itzhak auch widerlegt, dass sich Viren vor allem auf Servern solcher Länder befinden, die keine ausgefeilte Computerkriminalitäts-Legislative entwickelt haben.

Eine Erklärung für die Häufigkeit virenverseuchter Server in westlichen Ländern könnte sein, dass hier viele Web-Hosting-Maschinen stehen, deren Benutzung gar kein oder nur wenig Geld kostet, so Finjan.

Eine weitere erschreckende Erkenntnis der Untersuchung ist, dass Schadsoftware bei weitem nicht mehr nur auf fragwürdigen Servern wie etwa solchen mit pornografischen Inhalten platziert wird. Immer häufiger infizierten Surfer ihre Rechner auch dann, wenn sie sich auf anscheinend unverfänglichen Systemen wie Reiseportalen oder auf solchen von Finanzdienstleistern bewegten.

Zudem seien verseuchte Werbeschaltungen im Internet ein wachsendes Problem, sagte Ben-Itzhak. Schließlich verbergen Cyberkriminelle ihren bösartigen Code zunehmend auch gern in Suchmaschinen, warnt der Report. Meistens handelt es sich bei dem Code um Botnets und trojanische Pferde. (jm)