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Hauptabnehmer sitzen im deutschsprachigen Raum

US-Software überschwemmt den europäischen PC-Markt

15.05.1992

MÜNCHEN (CW)-Europäische PC-Anwender haben den amerikanischen Software-Anbietern 1991 zu einem stattlichen Umsatzplus verholfen. Nach Angaben der Marktbeobachter der Software Publishers Association Europe (SPA), Paris, konnten Lotus, Microsoft und Co. mit 1,4 Milliarden Dollar um 31,7 Prozent mehr Software in der Alten Welt absetzen als im Jahr zuvor.

Hauptabnehmer von US-Software waren mit 415 Millionen Dollar Anwender aus Deutschland und Österreich, die zusammen mit 55,8 Prozent auch die Hitliste bei den Zuwächsen anführen. Die Region Großbritannien und Irland folgt mit deutlichem Abstand. Hier konnten die Amerikaner einen Absatz im Wert von 296,7 Millionen erzielen. Dies entspricht einem Umsatzzuwachs von 24,3 Prozent. An dritter Stelle liegt Frankreich mit knapp 279 Millionen Dollar und 37 Prozent.

Die hohen Zuwachsraten verdanken die Hersteller vor allem dem Windows-Boom. In Europa wuchs der Markt für Anwendungen, die unter der grafischen Benutzeroberfläche von Microsoft laufen, um 174 Prozent. Diese Produkte machen nach SPA-Erkenntnissen inzwischen ein Drittel des gesamten europäischen PC-Software-Umsatzes der Amerikaner aus.

Die Verkäufer klassischer DOS-Programme sind dagegen in eine Phase der Stagnation geraten. Ihre Wachstumszahlen schrumpften mit zwei Prozent auf nahezu Null. Etwas mehr Erfolg war den Macintosh-Anwendungen beschieden, die zwölf Prozent mehr Umsatz brachten als 1990. Die Informationen für ihre Studie holte die Software Publishers Assosiation bei 37 Anbietern ein. Es beteiligten sich Unternehmen wie Lotus, Microsoft, Wordperfect, Aldus, Claris und Borland.