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12.03.1999 - 

US-Telefonfirmen haben angeblich Interesse

US-Telefonfirmen haben angeblich Interesse Pointcast steht offenbar kurz vor einer Übernahme

MÜNCHEN (CW) - Der Push-Dienste-Anbieter Pointcast erhält neben einem anderen Chef möglicherweise auch noch einen neuen Eigentümer. Angeblich will eine Allianz aus amerikanischen Telefongesellschaften das kalifornische Unternehmen kaufen.

Nach knapp eineinhalb Jahren gibt der Chief Executive Officer (CEO) David Dorman von Pointcast seinen Posten auf. Die Stelle besetzt der bisherige Chief Operating Officer Phil Koen. Zusätzlich wird Koen President des auf Push-Dienste im Internet spezialisierten Unternehmens. Dorman behält jedoch seinen Posten als Vorstandsvorsitzender, um der Firma "auf der Suche nach strategischen Partnern zu helfen". Hauptberuflich soll der Manager ein von AT&T und British Telecom betriebenes Joint-venture leiten.

Seit dem verpatzten Börsengang im Juli letzten Jahres sucht Pointcast vergeblich nach einem Käufer beziehungsweise Partner. Nun scheint es einen Interessenten zu geben. Gegenüber der "Financial Times" sagte der noch amtierende CEO Dorman, eine Übernahme sei nur noch eine Frage von Tagen. Über den Käufer ließ er jedoch nichts durchsickern.

Branchenkenner vermuten unterdessen, daß der Push-Pionier von einer Allianz mehrerer lokaler amerikanischer Telefongesellschaften ("Baby Bells") geschluckt wird. Mit Hilfe der Internet-Inhalte von Pointcast wollen die Firmen ihren Kunden breitbandige Web-Zugangsdienste schmackhaft machen. Aus ähnlichen Erwägungen übernahm der US-Kabelnetzbetreiber At Home im Januar die Internet-Firma Excite für rund 6,7 Milliarden Dollar.

Pointcast war Anfang 1996 in aller Munde, als es mit "Pointcast Network" den ersten Push-Dienst ins Leben rief. Der kostenlose, werbefinanzierte Service versorgt seitdem Anwender mit Nachrichten, die automatisch über das Internet aktualisiert werden. 1997, als Pointcast noch auf der Erfolgswelle schwamm, wollte der Medienkonzern News Corp. das Vorzeigeunternehmen für 400 Millionen Dollar kaufen, doch das damalige Management lehnte ab. Kurze Zeit später sank der Stern der Push-Dienste.