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03.04.1992 - 

Programme für Pentops nur ein kleiner Markt

US-Unternehmen geben mehr Geld für die PC-Programme aus

PALO ALTO (CW) - Eine rasante Entwicklung des Softwaremarktes prognostizieren US-Analysten.

Während sich die neueste Windows-Version 3.1 ähnlich wie der Vorgänger als Verkaufsschlager erweisen werde, bleibe das Geschäft mit der Software für die Handschriftenerkennung nur ein Nischenmarkt. Der "Hype", der um die sogenannte Pen-based Software entstanden sei, müsse nicht nur als verfrüht, sondern auch als ungerechtfertigt gelten, meint Arthur Patterson, Manager bei Accel Partners.

Hier entstehe nicht mehr als ein typischer Nischenmarkt. Patterson machte seine Anmerkungen zum Softwaremarkt auf einem Investorenseminar, das gemeinsam von Merrill Lynch und Sentry Market Research veranstaltet worden war.

Rekordausgaben von 34 Milliarden Dollar seien 1992 zu erwarten, so vermittelte das Marktforschungsunternehmen Sentry seinen Zuhörern, das entspreche einem Wachstum von 15 Prozent gegenüber 1991. Als Maßstab nahm Sentry die Einkaufspläne von mehr als 500 US-Firmen, wobei insgesamt 40 Softwarekategorien berücksichtigt wurden. Als Systemumgebungen kamen PCs, DEC-VAX-Rechner sowie IBM-Mainframes und die Midrange-Maschine AS/400 in Frage.

Demnach, so zitiert die US-Agentur "Business Wire" die Sentry-Marktforscher, werden von Großunternehmen durch, schnittlich 1,67 Millionen Dollar in Software investiert. Zum ersten Mal in der Geschichte der DV-Industrie werde für PC-Software ebensoviel Geld ausgegeben wie für Mainframe-orientierte Produkte. Auf die Schnellebigkeit der Branche kam Sentry-Direktor William A. Gannon zu sprechen. Von den Unternehmen, die seine Company noch vor zehn Jahren in den Top-ten der Softwarebranche geführt hatte, habe sich kein einziges halten können. Allein fünf der ehemals zehn größten US-Softwarehäuser seien von der Computer Associates Inc. übernommen worden. Weitere drei Unternehmen habe Dun & Bradstreet geschluckt.

Daß aber Akquisitionen und Allianzen nicht unbedingt Erfolgsgaranten sein müssen, verdeutlichte Patterson am Beispiel des Kooperationsabkommens zwischen IBM und Apple: Es sei deutlich erkennbar, daß beide Unternehmen Schwierigkeiten hätten, eine gemeinsame Technologie auf den Markt zu bringen.

Gewinner der Softwarebranche wird nach Einschätzung der Analysten auch 1992 Microsoft sein, wobei sich die neueste Windows-Version 3.1 schnell durchsetzen werde. "Microsoft wird mehr Geld als je zuvor ausgeben, um Windows 3.1 in den Markt einzuführen", begründete Patterson seine Vorhersage. Dabei seien für die Windows-3.0-Einführung schon rund zehn Millionen Dollar ausgegeben worden.