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16.10.1992 - 

Zur Informationsabfrage billiger als Notebooks

US-Unternehmen statten den Außendienst mit Handhelds aus

16.10.1992

FRAMINGHAM (pi) - Palmtops, Handhelds und Personal Digital Assistants (PDA) gelten vielfach noch als Spielzeug. Bei den Hauptabnehmern handelt es sich um Individualisten, die diese Geräte als Organizer vewenden. Mittlerweile gehen die Miniaturcomputer aber auch an Firmen: So benutzt zum Beispiel die Brooklyn Union Gas Corp. etwa 100 Wizards von Sharp. Bei Merck & Co. sind zirka 600 Geräte dieses Typs im Einsatz.

Das Energieversorgungs-Unternehmen Brooklyn Union verwendet die Rechner in Verbindung mit einem PC-basierten Expertensystem für den Kundendienst, berichtet die CW-Schwesterpublikation "Computerworld". Die Paperback-Software "VP Expert" hilft den Kundendienst-Mitarbeitern, die sich für Verbrauchsberechnungen durch Berge von Informationen wühlen müssen. Zuvor gab es nur einen PC für fünf Vertreter, die daher meist auf den Rechner verzichteten.

Seit die Wizard-Rechner von Sharp im Einsatz sind, steht jedem Kundendienst-Mitarbeiter eine eigene Abfragestation zur Verfügung. Die Informationen müssen nicht mehr vom PC abgerufen werden. Damit die Expertensoftware auf dem nicht DOS-kompatiblen Handheld laufen konnte, mußte Brooklyn Union-Mitarbeiterin Connie Lamicela jedoch VP Expert in Basic umprogrammieren.

Handhelds verursachen weniger Berührungsängste

Für Anwender, die viel schreiben, sei der Handheld-PC nicht das richtige Produkt, schränkt die Programmiererin gegenüber dem Branchenblatt ein. Dagegen habe das Sharp-Produkt verglichen mit Notebooks in bezug auf die bei Brooklyn Union gestellten Anforderungen Vorteile. Für die Wizard-Rechner spreche das berührungssensitive Display - das Expertensystem arbeitet mit einem Touch-Screen-Monitor - sowie der niedrige Preis.

Vor allem den Spielzeug-Charakter der Handhelds bezeichnet Edward Wysock, Senior Applikations-Koordinator von Merck & Co., Westpoint, als Pluspunkt der Rechner. Die leitenden Mitarbeiter würden zwar ihren PC kaum benutzen, seien aber an den Miniaturcomputern interessiert, die offenbar weniger Berührungsängste verursachen. Mittlerweile existieren bei dem Unternehmen aus Pennsylvania zirka 600 Geräte. Zuerst wurden die Rechner als Organizer verwendet. Jetzt planen die Vertriebsleute ihre Kundenbesuche damit, und nutzen, die Handhelds ferner, um ihre Spesenabrechnungen zu erstellen.

Die Außendienst-Mitarbeiter von Merck arbeiten dabei mit der Software "Calandar for Windows" von Microsystems Software, Framingham, etwa um ihre Termin- und Meeting-Planung auch durch Online-Abfragen besser erledigen zu können. Bisher verwendet Merck nur Wizard-Rechner von Sharp, von denen weitere 1300 Stück bestellt werden sollen um die Verkaufs-Crew in Lateinamerika damit auszurüsten. Zudem testet das Unternehmen derzeit jedoch das Modell "Handbook" von Gateway 2000. Nicht in Frage kamen Wysock zufolge die Handheld-Rechner "HP 95LX" von Hewlett-Packard, deren Leistung für Anwendungen im Finanzwesen nicht ausreicht.

Zufrieden ist dagegen das Marktforschungs-Unternehmen Merchaid Inc. mit den HP-Geräten. Wie Merchaid-Supervisor Beth Radich berichtet, werden die 60 95LX-Rechner zur Datenerhebung in Einzelhandels-Geschäften eingesetzt arbeiteten die Interviewer mit Papierformularen. Jetzt senden die Mitarbeiter die Daten vom Handheld via Modem an den Computer, des Unternehmens.