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Satellitennetze: GPS-Betreiber flirten mit Europäern


09.04.2004 - 

US-Unternehmen wollen mit Galileo kooperieren

MÜNCHEN (CW) - Nachdem die USA das europäische Satellitennavigationssystem Galileo nicht verhindern konnten, wollen amerikanische Firmen nun an dem Milliardenprojekt mitverdienen. Diese Absichten finden bei der europäischen Industrie wenig Gegenliebe.

Rund 3,2 Milliarden Euro dürfte die Europäer bis 2008 der Aufbau des Galileo-Netzes kosten. Ursprünglich hatten die Amerikaner versucht, die Errichtung eines europäischen Satellitennavigationssystems zu verhindern, da es eine Konkurrenz zu dem unter militärischer Kontrolle stehenden GPS-Netz der Amerikaner ist.

Nachdem sich die EU und die USA über die Frequenzen des europäischen Systems geeinigt haben, wollen sich nun US-Unternehmen wie Lockheed oder Boeing an der Entwicklung und Produktion der Galileo-Satelliten beteiligen. Eine Zusammenarbeit kann sich allerdings Günter Stamerjohanns, Vorsitzender der europäischen Satellitenhersteller-Gruppe Galileo, nur vorstellen, wenn die Europäer auch Zugang zu den amerikanischen GPS-Satelliten bekommen. Das Interesse der US-Unternehmen und die Bedenken der europäischen Manager sind nur allzu verständlich, wenn man berücksichtigt, dass in Fachkreisen Galileo für die Zeit von 2010 bis 2015 ein technologischer Vorsprung gegenüber GPS prophezeit wird. Ab 2015 wollen dann die Amerikaner mit der dritten Generation ihres Satellitennetzes aufschließen. Hinsichtlich Galileo lässt sich derzeit noch schwer abschätzen, wie viele Kunden das System nutzen werden. (hi)