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17.05.1991 - 

Anwender will Downsizing-Erfahrungen an Kollegen weitergeben

US-Versicherung ersetzt ihr IBM-System durch ein PC-Netz

NEW YORK (IDG) - Unternehmen aus dem Finanzbereich, die ihre Mainframe-Anlage durch ein PC-Netzwerk ersetzen wollen, erhalten Hilfe aus erster Hand: Das New Yorker Versicherungsunternehmen Financial Guarantee Innurance Company (FGIC) hat sich nach dem erfolgreichen Verlauf eines Downsizing-Projekts entschlossen, sein neu erworbenen DV-Know-how zu vermerkten.

Der Versicherer von Kommunalanleihen, dessen Vermögenswerte auf etwa 1,2 Milliarden Dollar geschätzt werden, hatte 1987 seinen IBM-4381-Mainframe ausrangiert, um ein PC-Netzwerk zu installieren. FGIC war damit ein Pionier auf dem Gebiet des Downsizing. Heute hängen in dem Versicherungsunternehmen Compaq-PCs der Systempro-Serie an einem Token-Ring-Netzwerk, das mit dem Betriebssystem Netware von der Novell Inc. betrieben wird. Alle neuen Anwendungen wurden mit der Datenbankumgebung "Softbase" von der Fox Software Inc. entwickelt.

Die Neuinstallation, so beteuert das Unternehmen, brachte Verbesserungen in allen Belangen. Hatte der Versicherer zuvor jährlich sechs Millionen Dollar in seine Großrechner-DV investiert, ohne dabei den Wünschen der Anwender vollständig gerecht werden zu können, so schrumpfte das Budget mit der PC-Lösung auf nur noch 2,5 Millionen Dollar.

Auch der Personalaufwand verringerte sich drastisch: Statt 70 Mitarbeiter werden im Bereich Informationstechnologie heute nur noch 20 beschäftigt. Verbesserungen gab es nicht nur in ökonomischer, sondern auch in qualitativer Hinsicht. So konnte der zuletzt gravierende Rückstand bei der Software-Entwicklung nach der Ausmusterung des Großrechners innerhalb kurzer Zeit aufgeholt werden.

Den neu gegründeten Geschäftszweig FGIC Systems Services, ein Beratungsunternehmen, dessen Aufgabe darin besteht, das erworbene Downsizin-Know-how zu vermerkten, leitet Vice-President und Managing Director Andrei Chivvis.

Das eigentliche Kapital seines Unternehmen, so der Geschäftsführer sei die Erfahrung: Wir sind einer der ganz wenigen Anbieter, die auf eine dreijährige Erfahrung mit unternehmenswichtigen Anwendungen in einer PC-Netzwerkumgebung verweisen können."

Das PC-Netz der Versicherung besteht heute aus 170 Personal Computern die von Multiprozessorfähigen Systempro, Rechnern aus dem Hause Compaq bedient werden. Man hatte sich für diesen Hersteller entschieden, weil Compaq Ende der 80er Jahre eine Marktführerposition einzunehmen schien und weil neue innovative Produkte - zum Beispiel Multiprozessor-fähige Systeme - ins Haus standen. Heute so räumt. FGIC-Vice-President John Geyer ein, liefern Unternehmen wie Dell ebenfalls Rechner, die durchaus das Niveau eines Systempro erreichen.

Der Dienstleister sieht sich selbst nicht nur als Spezialist für das Downsizing von Anwendungen oder für die Durchführung von Wide-Area-Network-Projekten. Ebenso sollen die Erfahrungen, die FGIC seit 1989 mit der Archivierung von Dokumenten gemacht hat, als Beratungsleistung vermarktet werden. Schließlich hatte das Unternehmen binnen eines Jahres ein System implementiert, um die Vielzahl von Dokumenten die für jede Versicherungspolice auszustellen sind, optimal verwalten zu können.

Mit Hilfe von Fujitsu-Scannern werden heute die eintreffenden Dokumente in das Netz eingespeist und später auf optische Speicherplatten abgelegt. Die entsprechende netzwerkunabhängig einsetzbare OCR-Software bezog das Versicherungsunternehmen von der Viewstar Corp.