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Mitwirkung von TI, ICI Americas und North American Philips Corporation:

US-Zollbehörde erprobt Edifact-Standard

12.08.1988

WASHINGTON (IDG) - Edifact, der neue internationale Standard für den Austausch von Handelsnachrichten, wird eine Pilotrunde bei der US-Zollbehörde durchlaufen. An dem für November diesen Jahres angesetzten Projekt wollen Texas Instruments, ICI Americas und die North American Philips Corporation mitstricken.

Im Gegensatz zu den bisherigen Propriatary-Systemen soll Edifact (Electronic Data Interchange for Administration, Commerce and Transport) nach Angaben von Karen Hiatt, Direktorin der Abteilung Kommerzielle Systeme der Zollbehörde, dazu beitragen, die im Zuge der Im- und Exportgeschäfte entstehenden Papierberge abzubauen und auf diese Art und Weise Handelsbarrieren zu beseitigen. Die DV-Spezialistin: "Manchmal schicken uns die Importeure Stapel von Lieferscheinen und Unterlagen, die so dick sind wie mehrere Enzyklopädien."

Die Computerbranche geht davon aus, daß die Pilotinstallation weltweit für Aufmerksamkeit sorgen wird. "Andere Benutzer schauen auf diesen Test, um sich zu überlegen, ob sie diesen Standard ebenfalls einsetzen sollen oder nicht", erklärte Hans Wietling, Chairman der nordamerikanischen internationalen EDI-Benutzergruppen und Projekt-Manager für EDI bei der Sea-Land-Corporation, einer großen Handelsgesellschaft in Menlo Park.

Unter Zuhilfename von Edifact wollen die drei an dem Versuch beteiligten Unternehmen ihr Informations-Aufkommen mittels eines bestimmten Formats, das sich Customs Declaration Message nennt und einen Bestandteil der Norm abgibt, elektronisch abwickeln.

Die beim "Customs-Service" eingehenden Daten stammen aus den verschiedenen Büros und werden mit Geschwindigkeiten von 2400, 4800 und 9600 KBits pro Sekunde via private Telefonleitungen übermittelt, die Remote-Job-Entry-Protokolle IBM 2780 oder 3780 unterstützen werden. Laut Hiatt veranschlagt das oberste Zollamt für die Inbetriebnahme des Netzwerkes 300 000 Dollar.

Edifact-Implementierungen findet man fast ausschließlich bei Handelsgesellschaften. Das Edifact-Netzwerk arbeitet zunächst nur mit halber Kraft, es dient zur informationellen Abwicklung einer begrenzten Anzahl von Gütern zum Transport zu einigen ausgewählten Häfen. Texas Instruments gab Pläne bekannt, denen zufolge es sich auf die Edifact-Norm nur im Zusammenhang mit dem Transport von ausländischen Halbleitern durch Houston stützen will. Bei North American Philips soll der Standard für die Lieferung von Disketten nach New York dienen. ICI schließlich will mit der Hilfe von Edifact den Handel mit einzelnen Chemikalien in Charleston abwickeln.