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03.03.1989 - 

Unternehmer weichen der Protokoll-Migration aus

USA: ANSI X.12 wird Edifact vorgezogen

FRAMINGHAM (IDG) - In den USA regt sich Widerstand gegen Edifact. Wie in Großbritannien auch, begegnen die meisten amerikanischen Unternehmen der ISO-Norm zum Austausch von Handelsdaten mit Skepsis. Der Grund: In Amerika gilt ANSI X.12 als der Standard für den Electronic Data Interchange (EDI) und Edifact als nicht ausgegoren.

Insbesondere Unternehmen, die mit älteren EDI-Standards arbeiten oder jüngst auf ANSI X. 12 umgestellt haben, stehen der Migration zu Edifact ablehnend gegenüber. Zu diesem Ergebnis kam das Marktforschungsinstitut Input. Das widerstrebende Verhalten hat laut Victor Wheatman, Edifact-Manager bei Input, seine Ursache darin, daß viele Unternehmen erst in den vergangenen Jahren speziell auf ihre Branchen zugeschnittene EDI-Protokolle auf X. 12 umgestellt haben. Daher zeigen sie wenig Neigung, den Standard jetzt erneut zu ändern.

Nachdem in Amerika bisher kaum Bewegung in die Edifact-Szene gekommen ist, sind viele amerikanische Unternehmen dazu übergegangen ihren EDI-Verkehr national über

X.12 und international über Edifact abzuwickeln oder sie nutzen Third-Party-Dienste für die Message-Anpassung zwischen den beiden Protokollen.

Verrat wittern die ANSI-X.12-Anwender vor allem durch den U.S. Customs Service. Der billigte zunächst die Edifact-Syntax für den hausinternen Gebrauch und hieß sie jetzt auch für den internationalen Einsatz gut.

Damit hat sich die Institution besonders bei dem American National Standards Institute (ANSI) in die Nesseln gesetzt, das die nationale Unterstützung des U.S. Customs Service für ANSI X. 12 erwartet hatte. Begründung des ANSI: Edifact ist unvollkommen.