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26.01.2001 - 

Nicht Hardware, sondern Software ist das Problem

USA erleichtern die Ausfuhr von Highspeed-Rechnern

Die "Double-Use"-Eigenschaft bestimmter Güter ist nach Ansicht verantwortlicher US-Beamter mittlerweile nicht mehr aussagekräftig. Die nationale Sicherheit durch eine Beschränkung bestimmter Computerleistungen gewährleisten zu wollen habe sich als "völlig ineffektiv" effektiv erwiesen, so John Podesta, Stabschef im Weißen Haus. Es ist heutzutage ohne weiteres möglich, mehrere Midrange-Rechner zu einem Cluster zusammenzufassen und so die gewünschten Hochleistungen zu erhalten.

Anstelle das Augenmerk auf die Hardware zu legen, sei es vielmehr wichtig, die Bestimmungen für den Export von Software unter die Lupe zu nehmen. Nach Ansicht der US-Administration liegt hier mittlerweile die größere Gefahr, dass Produkte für militärische Zwecke verwendet werden. "Die Geschwindigkeit des Prozessors spielt keine Rolle mehr, was entscheidend ist, sind die Anwendungen, die auf den Rechnern laufen", so ein Verantwortlicher. Es werde daher derzeit überlegt, die Einschränkungen für spezielle militärische Programme zu verschärfen.

Betroffen von den Entscheidungen, die von Herstellern wie IBM, Intel, AMD oder Unisys ausdrücklich begrüßt wurden, sind vor allem Länder in Südamerika und Asien, speziell China. Gerade hier besteht eine große Nachfrage nach Hochleistungsmaschinen, die vor allem in der Finanz- und Handelsbranche eingesetzt werden. Die Anbieter erhoffen sich von den neuen Bestimmungen einen Aufschwung ihres derzeit schwächelnden Absatzes. Weiterhin vom Verkauf von Highspeed-Computern ausgeschlossen sind jedoch die Länder Irak, Iran, Libyen, Kuba, Sudan und Syrien.