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01.02.1985 - 

Großbritannien ist wichtigster Einfuhrpartner:

USA exportierten CPUs für 1,2 Milliarden

BONN - Der Handel mit kompakten Rechnersystemen und Zentraleinheiten entwickelt sich weiter positiv. Kanada, Saudi-Arabien, Spanien, Japan und vor allem Großbritannien waren 1983 wichtige Abnehmer amerikanischer Groß-DV. Insgesamt erreichte das Exportvolumen von amerikanischen Zentraleinheiten in jenem Jahr 1,2 Milliarden Dollar.

Die englische Fachzeitung "Computing" veröffentlichte in ihrer Ausgabe vom 21. Juni 1984 Tabellen über den US-Import/Export der Produktgruppen "Compact Computer Systems" und "Central Processing Units". Demnach ist die weltweite -Nachfrage nach amerikanischer Computertechnologie trotz starker Konkurrenz vor allem aus Japan nach wie vor sehr groß. Im Jahre 1983 exportierten die Vereinigten Staaten Rechnersysteme und Zentraleinheiten (CPUs) im Wert von 2,2 Milliarden Dollar. Die Steigerungsrate gegenüber 1982 lag bei über 13 Prozent. Bezogen auf die Anzahl der gelieferten Systeme liegt die Steigerungsrate wesentlich höher.

Auf dem Sektor "kompakte Rechnersysteme" erreichten die US-Exporte 1983 eine Milliarde Dollar. Die Niederlande importierten Rechnersysteme im Wert von 65 Millionen Dollar und verdreifachten damit das Importvolumen des Vorjahres. Große Steigerungsraten der US-Exporte auf diesem Sektor wurden ferner in Saudi-Arabien, mit 133,8 Prozent, Spanien mit 36,4 Prozent, Japan mit 33,6 Prozent und Australien mit 2,5 Prozent verzeichnet.

Großbritannien ist mit 173,8 Millionen Dollar nach wie vor das wichtigste Exportland der USA, gefolgt von Kanada mit 103,6 und Japan mit 85 Millionen Dollar. Bemerkenswert ist, daß die US-Exporte in einige europäische Länder, darunter die Bundesrepublik, leicht zurückgegangen sind. Angesichts des gestiegenen Dollarkurses liegt dieser Rückgang real höher, als die Nominalwerte in Tabelle 1 vermitteln.

Auf dem CPU-Sektor erreichte das Export-Volumen der USA 1983 1,2 Milliarden Dollar. Großbritannien lag mit nahezu 200 Millionen Dollar wiederum an der Spitze der Importländer vor Kanada (160,6 Millionen Dollar) und Japan. (148,5 Millionen Dollar). Die größten Steigerungsraten (siehe Tabelle 2) verzeichneten Saudi-Arabien (82,2 Prozent), Großbritannien (70,6 Prozent), die Niederlande (50 Prozent), die Bundesrepublik (41,9 Prozent) und Spanien (38,3 Prozent).

In beiden Produktgruppen - Rechnersysteme und CPU - verzeichneten die US-Exporte starke Einbußen in allen lateinamerikanischen Ländern. So gingen die US-Exporte nach Mexiko von 46,9 Millionen Dollar 1982 auf 20,2 Millionen Dollar 1983 und in Venezuela von 25,4 auf 1 1 r 1 im gleichen Zeitraum zurück.

Die US-Importe von Computersystemen und Zentraleinheiten erreichten 1983 rund 500 Millionen Dollar. Nahezu die Hälfte dieser Importe kommen aus Japan. Weitere wichtige Exportländer sind Kanada (87 Millionen Dollar), gefolgt von der Bundesrepublik (34,4 Millionen Dollar), Hongkong (26,8 Millionen Dollar) und Irland (24,7 Millionen Dollar). Die Bundesrepublik Deutschland konnte ihr Exportvolumen in die USA 1983 gegenüber dem Vorjahr um den Faktor 4,4 erhöhen und vom achten auf den dritten Platz vorrücken (siehe Tabelle 3).

Damit zählt sie zu den erfolgreichsten Ländern auf dem US-Computermarkt und wurde nur von Hongkong übertroffen, das sein Exportvolumen um den Faktor acht steigern konnte. Ferner konnten Japan, die Niederlande, Singapur und Irland ihre Marktposition um mehr als 50 Prozent ausbauen. Insgesamt haben die USA ihr Importvolumen von Computersystemen und CPUs um etwa 50 Prozent gegenüber 1982 erhöht. Diese Importsteigerung darf nicht darüber hinwegtäuschen, daß das Importgut lediglich zehn Prozent des US-Marktes abdeckt.

Der größte Verlierer auf dem US-Markt 1983 war Großbritannien, das nahezu 40 Prozent seines Marktes eingebüßt hat. Damit hat sich das Handelsdefizit gegenüber den USA in den besprochenen Produktgruppen von 221,9 auf 354,1 Millionen Dollar vergrößert. Größte Handelsbilanzdefizite verzeichnen nach Großbritannien Kanada mit 177,2 Millionen Dollar (1 982: 156,3 Millionen), Frankreich mit 125,9 Millionen Dollar (1982: 127,4 Millionen), die Niederlande mit 122,2 Millionen Dollar (1982: 59,5 Millionen) und die Bundesrepublik mit 120,9 Millionen Dollar (1 982: 126,6 Mio.).

Positive Handelsbilanzen gegenüber den USA verzeichnen Hongkong, Singapur und die Republik Irland. Japan hat sein Defizit von 89,7 auf 3,9 Millionen Dollar verringert. Es ist zu erwarten, daß das Land bereits 1984 einen beachtlichen Handelsüberschuß gegenüber den USA erzielt hat.

*Dr. Michael Agi ist Mitarbeiter der Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung mbH in Bonn.