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30.04.2004 - 

Wachsende Lizenzerlöse lassen hoffen

USA-Geschäft rettet Bilanz von SAP

MÜNCHEN (CW) - SAP ist es zum ersten Mal seit elf Quartalen wieder gelungen, seinen Umsatz mit Softwarelizenzen zu steigern. Entscheidend dazu beigetragen haben die guten Geschäfte in den USA. Dagegen gingen die Einnahmen in Europa leicht zurück. In Asien verzeichnete die badische Softwareschmiede sogar einen deutlichen Einbruch.

"SAP ist erfolgreich in das Jahr gestartet", interpretiert Vorstandssprecher Henning Kagermann die Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2004. Die Walldorfer steigerten im Vergleich zum Vorjahresquartal ihren Umsatz um rund zwei Prozent auf knapp 1,56 Milliarden Euro. Der Gewinn wuchs um 23 Prozent auf 229 Millionen Euro und übertraf damit die Erwartungen der Analysten deutlich, die mit einem Ergebnis von etwas mehr als 200 Millionen Euro gerechnet hatten.

Zahl der Neukunden wächst

Lichtblick der SAP-Bilanz der Dreimonatsbilanz waren die Lizenzerlöse. Diese konnten die Softwerker im Vergleich zum Vorjahresquartal um fünf Prozent auf 370 Millionen Euro steigern. Damit durchbrach der Konzern eine mehr als zweijährige Negativserie. Zuletzt hatten die Buchhalter im zweiten Quartal 2001 einen wachsenden Lizenzumsatz registriert. Positiv entwickelte sich aus Sicht der SAP-Verantwortlichen auch das Neukundengeschäft, das im abgelaufenen Quartal rund ein Drittel des Auftragseingangs ausmachte - der höchste Anteil seit acht Quartalen. Die Wartungsumsätze der SAP wuchsen um zehn Prozent auf 666 Millionen Euro. Dagegen gingen die Serviceerlöse um sieben Prozent auf 512 Millionen Euro zurück.

Verantwortlich für die Trendwende bei den Lizenzerlösen war in erster Linie das gute Geschäft in den USA. Dort verzeichneten die Walldorfer mit rund 103 Millionen Euro einen um 44 Prozent höheren Softwareumsatz als noch vor einem Jahr. Dagegen liefen die Geschäfte in den anderen Regionen weniger gut. In Europa verbuchte der Softwarehersteller einen Rückgang um vier Prozent auf 197 Millionen Euro. In Deutschland verdiente SAP mit 85 Millionen Euro ein Prozent weniger als noch vor einem Jahr. In Asien brachen die Umsätze um 22 Prozent ein, in Japan sogar um 37 Prozent.

Vor dem Hintergrund dieser Zahlen bezeichnete Kagermann die Aktivitäten in den USA auch als Wachstumstreiber für das laufende Jahr. Um die Geschäfte in Japan wieder in Schwung zu setzen, kündigte er eine Neuorganisation der dortigen SAP-Mannschaft an. Man müsse sich auf das veränderte Kaufverhalten der Kunden einstellen, die angesichts des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds vorrangig kleinere Softwareaufträge vergäben.

Der Ausblick Kagermanns für 2004 fällt dennoch optimistisch aus. Um zehn Prozent sollen die Softwareerlöse im laufenden Jahr wachsen. Die operative Marge wollen die Walldorfer auf 28 Prozent steigern. Allerdings sei der Preisdruck derzeit größer als noch vor einem Jahr, warnt der SAP-Chef. Auch sein Unternehmen sei gegenüber Forderungen nach Preisnachlässen nicht taub. Auf Geschäfte, die sich für SAP nicht rechneten, werde man aber auch in Zukunft verzichten.

Analysten halten sich mit Prognosen zum weiteren Geschäftsverlauf für die SAP noch zurück. Zwar sei der Konzern gut in das Jahr gestartet. Vor allem die steigenden Lizenzerlöse ließen auf eine positive Entwicklung der künftigen Wartungseinnahmen schließen. Dennoch müsse man abwarten, wie sich die nächsten Quartale entwickelten. So trage das erste Quartal mit etwa 15 bis 17 Prozent traditionell einen relativ kleinen Teil zum Jahresergebnis bei. (ba)

Unternehmensresultate im Überblick

Firmenname / Anlass / Berichtszeitraum / Umsatz / Veränderung zum Vorjahr / Nettoergebnis / Nettoergebnis im Vorjahr / Prognose* [up, =, down]

Amazon / Geschäftszahlen / Q1 / 1,53 Mrd. $ / +41 % / 111 Mio. $ / -10 Mio. $ / up

Ascential / Geschäftszahlen / Q1 / 61,4 Mio. $ / +74 % / 2,4 Mio. $ / -500 000 $ / =

Borland / Geschäftszahlen / Q1 / 73 Mio. $ / -1 % / 710 000 $ / -17,7 Mio. $ / =

Checkpoint / Geschäftszahlen / Q1 / 116 Mio. $ / +11 % / 42 Mio. $ / 60 Mio. $ / =

Citrix / Geschäftszahlen / Q1 / 161,3 Mio. $ / +12 % / 9,3 Mio. $ / 30,3 Mio. $ / =

Ebay / Geschäftszahlen / Q1 / 756 Mio. $ / +59 % / 200 Mio. $ / 104 Mio. $ / up

EDS / Geschäftszahlen / Q1 / 5,2 Mrd. $ / +4 % / -12 Mio. $ / -1,4 Mrd. $ / down

Ericsson / Geschäftszahlen / Q1 / 3,1 Mrd. E / +9 % / 330 Mio E / -470 Mio. E / keine

Filenet / Geschäftszahlen / Q3 / 99,5 Mio. $ / +14 % / 4 Mio. $ / 1,3 Mio. $ / keine

Hyperion Solutions / Geschäftszahlen / Q1 / 166 Mio. $ / +31 % / 12,7 Mio. $ / 8,3 Mio. $ / =

i2 / Geschäftszahlen / Q1 / 83,6 Mio. $ / -47 % / -30 Mio. $ / 41,3 Mio. $ / keine

Infineon / Halbjahreszahlen / / 3,3 Mrd. E / +13 % / 73 Mio. E / -368 Mio. E / =

Interwoven / Geschäftszahlen / Q1 / 37,4 Mio. $ / +46 % / -7 Mio. $ / -9,1 Mio. $ / keine

ISS / Geschäftszahlen / Q1 / 67 Mio. $ / +13 % / 5,2 Mio. $ / 5,4 Mio. $ / down

Juniper / Geschäftszahlen / Q1 / 224 Mio. $ / +43 % / 33,6 Mio. $ / 3,6 Mio. $ / =

Lexmark / Geschäftszahlen / Q1 / 1,26 Mrd. $ / +13 % / 121 Mio. $ / 95 Mio. $ / =

Lucent / Geschäftszahlen / Q2 / 2,2 Mrd. $ / -9 % / 68 Mio. $ / -351 Mio. $ / up

Manhattan Associates / Geschäftszahlen / Q1 / 51,3 Mio. $ / +11 % / 5,7 Mio. $ / 4,5 Mio. $ / =

Maxtor / Geschäftszahlen / Q1 / 1,01 Mrd. $ / +9 % / 9,2 Mio. $ / 27,4 Mio. $ / down

Mercury Interactive / Geschäftszahlen / Q1 / 156,8 Mio. $ / +42 % / 18,9 Mio. $ / 18,1 Mio. $ / =

Microsoft / Geschäftszahlen / Q3 / 9,17 Mrd. $ / +17 % / 1,3 Mrd. $ / 2,1 Mrd. $ / up

Peoplesoft / Geschäftszahlen / Q1 / 643 Mio. $ / +40 % / 24,2 Mio. $ / 38,5 Mio. $ / down

SAP / Geschäftszahlen / Q1 / 1,56 Mrd. E / +2 % / 229 Mio. E / 186 Mio. E / =

Seagate / Geschäftszahlen / Q3 / 1,39 Mrd. $ / -14 % / 159 Mio. $ / 174 Mio. $ / down

SGI / Geschäftszahlen / Q3 / 230 Mio. $ / +6 % / -4,1 Mio. $ / -35 Mio. $ / keine

Storagetek / Geschäftszahlen / Q1 / 515 Mio. $ / +7 % / 23,3 Mio. $ / 16,5 Mio. $ / up

Sybase / Geschäftszahlen / Q1 / 183 Mio. $ / +1 % / 13 Mio. $ / 13 Mio. $ / =

*Prognosen der Unternehmen zum Geschäftsverlauf