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21.04.1989 - 

Weitere Dienste sollen Kundeninteresse wecken

USA: Home Banking droht Offenbarungseid

FRANKFURT (CW) - Als Flop hat sich in Amerika bisher Home-Banking erwiesen. Von 28 Millionen amerikanischen Haushalten, die im Besitz eines PCs sind, wickeln nur 100 000 ihre Bankgeschäfte via Computer ab.

Die Flinte ins Korn geworfen hat bereits die Chemical Bank. Zusammen mit AT&T investierte sie dem US-Blatt zufolge 100 Millionen Dollar in das Home-Banking-Projekt "Pronto". Das Geld ist in den Sand gesetzt, denn Anfang des Jahres stellten beide Unternehmen das Projekt wegen

Mißerfolgs ein . Ein ähnliches Schicksal droht dem Online-Service "Spectrum" der Chase Manhattan Bank. Einzig der Citibank, die zur Zeit 40 000 Kunden mit PC-Online-Anschluß hat, ist es gelungen, den Kundenstamm zu erweitern.

Trotz der bisherigen Pleiten haben noch nicht alle Geldinstitute die Hoffnung auf einen Durchbruch des Home-Banking aufgegeben. Sie glauben, über weitere Telekommunikationsdienste dem Kunden Home-Banking schmackhaft machen zu können. Die Telefongesellschaft Bell hat jetzt zum Beispiel in Testregionen kostenlos Terminals verteilt, die über die normale Telefonleitung eine breite Palette an Transaktionen erlauben.

Bell hofft, über diesen Schachzug ins Home-Banking-Geschäft zu kommen. Als Vorbild diente den Strategen das Minitel-Terminal, das in Frankreich gratis an 3,5 Millionen Haushalte verteilt wurde und einen Boom erlebte. Über Minitel lassen sich auch Bankgeschäfte abwickeln.

Hinter der Absicht der Banken, den Online-Service zu forcieren, steckt offenbar mehr ihr Eigeninteresse als der Nutzen für den Anwender. Home-Banking-Kunden verfügen nämlich Insidern zufolge über ein größeres Einkommen als der Durchschnitt und werfen deshalb für die Banken mehr Profit ab. Außerdem sind die elektronischen Transaktionen für die Geldinstitute rentabler, weil weniger personalintensiv .