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13.04.1984 - 

Spitzentechnologie für Radarsysteme an Sowjets geliefert:

USA strengen Prozeß gegen Datasaab an

13.04.1984

WASHINGTON (VWD) - Das US-Justizministerium hat die schwedische Datasaab Contracting AB beschuldigt, durch unzulässige Lieferung von US-Spitzentechnologie den Sowjets ermöglicht zu haben, ihr militärisches Luftkontrollsystem effizienter zu gestalten. Das Ministerium hat den Fall vor ein US-Gericht gebracht. Sollte dieses zum gleichen Schluß kommen, muß Datasaab mit einer Strafe von bis zu 15 Millionen Dollar rechnen.

Es geht um Lieferungen im Wert von 3,1 Millionen Dollar. Ein mit der Sache befaßter US-Staatsanwalt sagte, Datasaab habe die Auflagen überschritten, die bei der Erteilung der Lizenz vereinbart worden seien. Mit diesen Einschränkungen wollte die US-Seite sicherstellen, daß das Luftkontrollsystem lediglich zivilen Zwecken dienen kann. Doch gebe es Hinweise darauf, daß das System auch für militärische Zwecke geeignet sei.

Wie es dazu aus Regierungskreisen heißt, ist das System schwerpunktmäßig in der - geopolitisch sensiblen - Schwarzmeerregion installiert worden. Die US-Geräte machten zwar wertmäßig nur einen geringen Teil des Gesamtsystem-Volumens ( 100 Millionen Dollar) aus, doch seien sie dessen Herzstück.

Bei den aus den USA stammenden Lieferungen handelt es sich vor allem um Radarausrüstungen. Von besonderer Bedeutung sind nach Darstellung der US-Seite dabei Geräte, mit denen sowjetische und nicht-sowjetische Radaranlagen kompatibel gemacht werden können.

Der Liefervertrag zwischen der schwedischen Handelsgesellschaft und den Sowjets war bereits im September 1975 abgeschlossen worden. Schwerpunkt der Anklage gegen Datasaab: Die schwedische Gesellschaft habe bei dem System Geräte mitgeliefert, für die sie andere, zuvor erteilte Exportlizenzen erhalten habe.

Wie Marketing-Manager David M. King gegenüber CW einräumte, ist der Umsatz im vergangenen Jahr drastisch von 52 Millionen Dollar auf 35 Millionen Dollar gesackt. In einer Pressemitteilung wird der 82er-Umsatz allerdings nur mit 41,1 Millionen Dollar angegeben. Die Ursache für diesen Umsatzrückgang sieht King im Markteintritt des Computergiganten IBM.

Diesem "IBM-Problem" will North Star jetzt mit dem neuen Produkt "Dimension" begegnen, einem mehr platzfähigen IBM-XT-kompatiblen Mikrocomputersystem. King siedelt das Produkt über dem "XT" und unter dem entsprechenden Computer von Fortune an.

In Europa will King derzeit ein Vertriebsnetz aufbauen. Gesucht werden nationale Distributoren, die Schulung, Wartung, Service und Werbung übernehmen. Deshalb sollen die Systeme über Fachhändler verkauft werden, denen er Gewinn aus der Beratung verspricht. Insgesamt 5 000 Systeme will King in diesem Jahr in Europa absetzen: "Wir gehen nicht in den Massenmarkt. "

North Star wurde vor acht Jahren von Charles A. Grant und Mark H. Greenberg gegründet. Bis zum Umsatzeinbruch in 1983 habe man jährliche Zuwachsraten von 120 Prozent verbuchen können.