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18.10.1991 - 

IBM kooperiert mit Thinking Machines

USA wollen ihren Vorsprung bei Supercomputern ausbauen

WASHINGTON (vwd/CW) - Das deutsche Supercomputer-Projekt Suprenum ist nach der Einstellung der staatlichen Förderung gescheitert. Dagegen zeichnet sich in den USA eine staatliche Entwicklungsförderung für Superrechner ab: Der US-Senat folgte mit einem entsprechenden Gesetzentwurf jetzt einer Vorlage des Repräsentantenhauses vom Juli 1991.

Die Gesetzesentwürfe der bei den Häuser des amerikanischen Parlamentes sehen vor, zu Testzwecken ein Netz von Number-Crunchern zwischen Regierungsbehörden, Forschungslabors und Privatunternehmen aufzubauen. Die notwendigen Entwicklungsaufwendungen auf der Hard- und Softwareseite sowie bei der Netztechnologie sollen im Rahmen des Programms aus Bundesmitteln finanziert werden. Ziel der Entwürfe bei der Häuser ist, die Konkurrenzfähigkeit amerikanischer Superrechner gegenüber der Konkurrenz aus Japan und Europa zu stärken. Von seiten der US-Regierung ist - entgegen ihrer sonstigen Ablehnung aktiver Industriepolitik - keine Opposition gegen den Gesetzesplan zu erwarten.

Auch ohne staatliche Förderung sind die Amerikaner führend in der Entwicklung und Produktion von Hochleistungs-Computersystemen. Cray, Convex, Alliant, Thinking Machines, Floating Point Systems und Ncube sind Beispiele für US-Anbieter von parallelen Super- beziehungsweise Minisuper-Rechnern. Auch die IBM ist mit Vektorzusätzen für ihre Mainframes im Parallelverarbeitungs-Markt vertreten, investiert hier sogar in großem Maße in dem Markt - auch in Europa: Im Rahmen der European Academic Supercomputer Initiative (EASI) stattet Big Blue Universitäten und Forschungseinrichtungen mit Mainframes plus Vektorzusätzen aus. Weltweit sollen nach IBM-Angaben etwa 500 Maschinen der 3090-Klasse mit Vektorzusätzen ausgerüstet sein.

Um auch in diesem bisher von anderen dominierten Markt größere Standfestigkeit zu gewinnen, vereinbarte IBM jetzt mit der Thinking Machines Corp. eine Entwicklungszusammenarbeit. Bis zu 64 000 Prozessoren verwenden deren massivparallele Systeme. Die Armonker erhalten im Rahmen de Vertrages Zugang zu Thinking-Machines-Technologien, mit deren Hilfe den ES/9000-Mainframes das Number-Crunching beigebracht werden soll. +