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26.09.1997 - 

Neue Produktpläne nach dem Aus von Corel Office for Java

"User forderten immer neue zusätzliche Funktionen"

CW: Noch vor wenigen Wochen war Corel voll und ganz damit beschäftigt, eine reine Java-Suite aus dem Boden zu stampfen. Weshalb wurden diese Aktivitäten so urplötzlich fallengelassen?

Biber: Wir sind auf eine Reihe fundamentaler Probleme gestoßen. Manche behaupten, es habe an der mangelhaften Performance von Java gelegen. Dies war nicht der Grund.

CW: Sondern?

Biber: Bevor wir die Programmierung von Office for Java begannen, haben wir unsere Kunden nach deren Meinung zu einer derartigen Suite befragt. Die User sagten damals noch, Office for Java sei eine fabelhafte Idee, um den Irrsinn mit den unzähligen Features aktueller Pakete zu beenden. Mit der Zeit forderten jedoch genau diese User immer neue, zusätzliche Funktionen, die wir unbedingt implementieren sollten. Wir mußten also immer weitere Features in den Client einflechten. Darüber hinaus gab es Schwierigkeiten mit der Dateikompatibilität. Dokumente, die mit Corel Office for Java erstellt wurden, hätten nicht mit Microsoft Word oder Wordperfect bearbeitet werden können.

CW: Heißt das, Corel kapituliert und gibt Java auf?

Biber: Nein. Wir investieren nach wie vor in die Entwicklung und Forschung von Java. Wir glauben auch weiterhin, daß sich Java als neue Alternative für die Entwicklung und Distribution von Applikationen eignet.

CW: Wie wollen Sie die Probleme mit den geforderten Features und der Dateikompatibilität in den Griff bekommen?

Biber: Wir adressieren das nun mit einer neuen Technologie, die wir Remagen nennen. Das ist eine Kombination aus Java-Client und dazugehöriger Server-Komponente, die auf Windows NT aufsetzt. Wir planen, Clients für NT, Windows 3.1 und andere Betriebssysteme auf den Markt zu bringen.

CW: Bedeutet das, daß die jeweilige NT-Applikation auf dem Server ausgeführt wird, die Darstellung aber an mehreren Java-fähigen Clients erfolgen kann?

Biber: Genau. Damit bekommen wir einerseits die Dateikompatibilität in den Griff, weil sämtliche Clients auf die gleiche Server-Applikation zugreifen. Gleichzeitig erhalten Anwender so das komplette Set an gewünschten Features.

CW: Was kommt nach Remagen?

Biber: Alta, eine gruppenorientierte Suite mit Kommunikations-Features, Terminplaner, Workflow-Eigenschaften sowie einer universellen In-Box für E-Mails, Sound-Dateien, Videos und Sprach-Messages. Das komplette Paket basiert auf der Programmiersprache Java.