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04.05.1990 - 

Anwendervereinigung EUUG lagt in München

User Group: Unix ein Symbol für Offenheit

MÜNCHEN (de) - Unix ist für die Mitglieder der European Unix Systems User Group (EUUG) eine Weltanschauung - nun wird es auch noch ein Symbol für das gewachsene Selbstvertrauen der Anwender: "Die EUUG war zuerst eine Vereinigung von Unix-Hackern, die miteinander reden wollten", so ein EUUG-Sprecher, "seit einiger Zeit bemühen wir uns, eine solide Organisation zu werden, von der die DV-Hersteller Notiz nehmen müssen."

Auf einer Pressekonferenz im Rahmen der "Spring '90 Conference and Exhibition" der EUUG in München (23. bis 27. April) verkündete der neugewählte Vorsitzende, der Franzose Michel Jean, Leitlinien für die Arbeit der europäischen Unix-Anwendervereinigung.

Das publizistische Geschrei um den "Unix-Krieg in der DV-Industrie" lenke vom eigentlichen Problem ab. Den Computer-Herstellern müsse endlich gezeigt werden, was die Anwender wirklich wollten: Standard. Interfaces zwischen Betriebssystem- und Applikationsebene nämlich, um modernste Technologien für alte und neue DV-Anwendungen nutzen zu können, "ohne irgendwelche Restriktionen".

Dabei sei es letztlich egal, welche Hardware-Architektur von welcher Betriebssystem-Variante unterstützt werde. Jean: "Der Anwender will offene Systeme - in diesem Sinne ist Unix ein Synonym für offene Systeme."

Für eine Versachlichung der Unix-Diskussion sprach sich Tagungsleiter Hans Strack-Zimmermann von der Münchner Ixos Software GmbH aus. Der "Unix-Veteran" (Selbstauskunft) führte als Beispiel schlechter Propaganda an, daß von den Anbietern proprietärer Systeme immer wieder vorgebracht würde, für Unix-Maschinen sei speziell kommerzielle Software noch nicht in ausreichendem Maße vorhanden. Strack-Zimmermann: "Wer das behauptet, täuscht die Öffentlichkeit schauen Sie sich nur das Angebot in den vielen, vielen Unix. Software-Katalogen an."