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05.12.1986 - 

GEI erweitert Software-Engineering-Werkzeug:

User kann Echtzeitsysteme entwickeln

AACHEN (pi) - Um die Komponente "ProMod/RT" (Realtime) hat das Aachener Systemhaus GEI jetzt das Software-Engineering-Werkzeug "ProMod" ergänzt. Der Anwender kann damit Kontrollflüsse und Zustandsdiagramme grafisch beschreiben und so auch Echtzeitsysteme entwickeln.

Der Hersteller dehnt mit der Neuentwicklung die grafische Modellbildung auf Systemelemente aus, die in Echtzeitsystemen eine besondere Rolle spielen: Signalverarbeitung und Steuerung. Die Datenflußdiagramme werden durch grafische Symbole für Kontrollfluß ergänzt und die Steuerung von Prozessen ist durch Zustandsdiagramme dargestellt. Halbformale Kontrollspezifikationen drücken die Signalverarbeitung in Prozessen aus. Wie für die Datenflußdiagramme in "ProMod/ SA" (Structured Analysis) stehen dem Systemanalytiker für die Kontrollflußdiagramme und für die Zustandsübergangsdiagramme interaktive, grafische Editoren zur Verfügung. Damit können laut GEI die entsprechenden Diagramme gezeichnet oder modifiziert werden.

Für die Kontrollspezifikationen ist ein bildschirmorientierter Editor zuständig. Mit seiner Hilfe verweist man auf ein- und ausgehende Kontrollflüsse in dem sonst frei gestaltbaren Text. Sobald Teile des Modells in der ProMod-Projekt-Bibliothek erfaßt sind, stellt der RA-Analysator fest, ob alle bisher erfaßten Informationen konsistent sind. Als Analyseergebnis druckt er Zusammenhangsfehler zwischen den Ebenen der Diagramme einerseits sowie zwischen den Diagrammen, dem Dictionary und den Kontrollspezifikationen andererseits aus. Dabei werden dem Systemhaus zufolge außerdem Unvollständigkeiten aufgedeckt. Das erweiterte Systemmodell und die Ergebnisse der Analyse werden in Form von strukturierten Listen nach dem Wunsch des Systemanalytikers ausgegeben.

Die Methodik wurde von Lear Siegler im Rahmen der Erstellung des Flight Management und Control Systems für die Boeing 737/300 entwickelt und eingesetzt.

Das Projekt bildet Krupp zufolge die Grundlage für ein System, das sich innerhalb der flexiblen Fertigung für kleine und mittelgroße Serien eignet und damit für 70 Prozent der europäischen Industrieproduktion anwendbar ist.

Innerhalb des Konsortiums ist Dextralog, Anbieter von Überwachungs- und Diagnosesystemen mit Echtzeitverhalten für die Fertigungssteuerung, federführend und wird die Aufgabe des Systemkoordinators übernehmen. ICL soll die Bereiche Zellensteuerung und Vernetzung erforschen. Krupp Atlas Datensysteme wird insbesondere das Informationssystem für die Entscheidungsvorbereitung und die Echtzeitdisposition unter Anwendung von Simulationstechniken erarbeiten.

In Zusammenarbeit mit der Gruppe Expertensysteme und Informationstechnik der TU Delft wird Krupp Atlas Datensysteme die Integration eines Expertensystems zur Unterstützung des Planungsprozesses demonstrieren. Die Infrastruktur und Kommunikation zwischen Fertigungsprozeß und Rechnerarbeitsplätzen innerhalb der Fertigungszellen wird gemeinsam mit der Forschungsstelle für Fertigungstechnik der TU Twente bearbeitet.