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16.04.2004 - 

Aktie der Woche

USU Software AG: Beruhigendes finanzielles Polster

Im März 2002 fusionierten Openshop und USU AG zur damaligen USU-Openshop AG. Motiv war, dass Openshop über hohe liquide Mittel verfügte, jedoch nach dem Platzen des New-Economy-Booms kein hinreichendes Geschäftsmodell mehr vorzuweisen hatte. Die 1977 gegründete USU AG hingegen verfügte über ein tragbares Geschäftsmodell, war jedoch bilanziell nicht gut gestellt.

Nachdem 2002 hohe Restrukturierungsaufwendungen und Firmenwertabschreibungen einen Jahresverlust von 38,8 Millionen Euro verursachten, wurden im vergangenen Jahr erste Erfolge der Restrukturierung sichtbar. Der Umsatz konnte mit 19 Millionen Euro fast auf Vorjahresniveau gehalten werden, und der Verlust aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit schrumpfte auf 4,4 Millionen Euro (ohne Firmenwertabschreibungen und Zinseinnahmen). Für 2004 erwartet die Gesellschaft nach der Aufgabe des E-Commerce-Geschäftsfeldes die dauerhafte Rückkehr in die Gewinnzone.

Diese Prognose erscheint zumindest möglich, da der große Verlustbringer abgestoßen wurde und die Anzahl der Mitarbeiter von 283 (Ende 2002) auf zuletzt 201 reduziert wurde. Somit dürfte das Unternehmen, das noch über kurzfristig liquidierbare Wertpapiere und Barreserven im Gegenwert von 47,8 Millionen Euro (2,80 Euro je Aktie) verfügt, wieder ins Blickfeld der Investoren rücken. Die verbliebenen Geschäftsfelder Business Solutions und IT-Controlling könnten mit dem Geld problemlos durch Zukäufe gestärkt werden. Mit einer Eigenkapitalquote von 88,5 Prozent bei 66,7 Millionen Euro Bilanzsumme scheinen die Chancen (Turnaround, denkbare Sonderausschüttung, Akquisitionen) die potenziellen Risiken zu übersteigen. Hierzu zählen etwa Abschreibungen auf die verbliebenen 14,4 Millionen Euro Firmenwert. (ajf)

Stephan Hornung und Christian Struck*

*Die Autoren sind Analysten der Capital Management Wolpers (CMW) GmbH in München. Die hier veröffentlichten Informationen beruhen auf Quellen, die wir für vertrauenswürdig und zuverlässig halten. Trotz sorgfältiger Quellenauswahl und -auswertung können wir für Vollständigkeit, Genauigkeit und inhaltliche Richtigkeit der Angaben eine Haftung nur insoweit übernehmen, als grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz Haftung begründen. Jede darüber hinausgehende Haftung wird ausgeschlossen. Für Angaben Dritter übernehmen wir kein Obligo, Aktienanlagen sind durch stärkere Kursschwankungen gekennzeichnet.