Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

30.06.2000 - 

Zum Überholmanöver von Sun und Solaris angesetzt

UX 11i soll HPs Internet-Präsenz ausbauen

MÜNCHEN (CW) - Die Versionsbezeichnung "11i" deutet es bereits an: Hewlett-Packard hat das Upgrade seines Unix-Betriebssystems HP-UX für den Einsatz in dynamischen und geschäftskritischen Web-Umgebungen überarbeitet. Vor allem Dotcom-Unternehmen, bislang eher eine Domäne der Sun-Plattform Solaris, sollen damit angesprochen werden.

Die größten Veränderungen in HP-UX 11i gegenüber der Vorgängerversion spiegeln sich in einer breitgefächerten Unterstützung von Internet-Techniken wider. So gibt es jetzt eine vollständige Unterstützung der LDAP-Directory-Services, außerdem soll sich das System laut Hersteller unbegrenzt für die wachsenden Ansprüche im Bereich E-Commerce skalieren lassen. Hinzu kommt ein integrierter Support für die Applikations-Server von Apache, I-Planet und Bea sowie für Nokias WAP-Server.

Beim Speicher- und Cluster-Management sind die Anwender nicht mehr nur auf HPs "Logical Volume Manager" (LVM) angewiesen, jetzt lässt sich auch die entsprechende Lösung von Veritas einsetzen. Was die Skalierbarkeit angeht, erlaubt Release 11i den Einsatz von 256 CPUs, wobei eine Capacity-on-demand-Funktion das Zuschalten von Prozessoren ermöglicht, ohne den Server herunterfahren zu müssen. Die Performance lässt sich auf ein 128-Knoten-Cluster verteilen. Schließlich wurde die Boot-Geschwindigkeit um den Faktor 70 beschleunigt, heißt es bei HP.

Die Herausforderung für UX 11i liegt jetzt weniger in der Technik als im Marketing, bemerken Branchenkenner. Sowohl der Entwicklungsfahrplan als auch die Unix-Server-Strategie seien bei HP in der Vergangenheit deutlich schwächer ausgeprägt gewesen als beim Konkurrenten Sun. HP selbst gibt zu, das erste Kapitel des Internets verschlafen zu haben, inzwischen schließe man aber durchschnittlich einen Vertrag pro Tag mit einer Dotcom-Company ab, so HP-Manager Mark Hudson.

Dennoch fehlt es an speziellen Zutaten für eine erfolgreichere Marktdurchdringung, so die Analysten. Nachholbedarf gebe es besonders bei den im Internet-Business wichtigen Kooperationen etwa im Speichersegment. So hat HP einen Deal mit EMC gekündigt - kurz darauf ging der Speicherhersteller eine Allianz mit Sun und Oracle ein.