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06.07.2001 - 

Massenentlassungen angekündigt

VA Linux entledigt sich des Hardwaregeschäfts

MÜNCHEN (CW) - Der amerikanische Linux-Anbieter VA Linux will keine Hardware mehr verkaufen. Angesichts der schwierigen Wirtschaftslage muss zudem ein Drittel der Beschäftigten die Firma umgehend verlassen.

Derzeit sei es wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll, Hardware zu verkaufen, begründete VA-Linux-Chef Larry Augustin den drastischen Schritt. Seine Company werde sich künftig ausschließlich auf die Bereiche Softwareentwicklung und Consulting konzentrieren. Durch die Entlassung von rund 150 Mitarbeitern will das finanziell angeschlagene Unternehmen acht Millionen Dollar pro Quartal einsparen.

Die sinkende Nachfrage seitens der Internet-Firmen, den Hauptkunden für die preiswerten Server von VA Linux, hatte die Geschäfte in den letzten Monaten zunehmend geschmälert. Die Company musste zuletzt dreimal in Folge ihre Umsatzprognosen herunterschrauben. Mitte Mai wies das Unternehmen für das dritte Fiskalquartal einen operativen Verlust von rund 19 Millionen Dollar oder 38 Cent je Aktie aus. Damit nahm das Minus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um über 300 Prozent zu. Allerdings schnitt VA Linux besser ab, als von den Analysten erwartet worden war. Diese hatten im abgelaufenen Quartal mit einem Verlust von 39 bis 40 Cent je Aktie gerechnet. Der Nettofehlbetrag weitete sich von 20,6 auf 109,7 Millionen Dollar aus. Enthalten sind Restrukturierungskosten von 46,8 Millionen Dollar. Die Einnahmen der Company sanken um 41 Prozent auf 20,3 Millionen Dollar.

Der jetzt gestoppte Hardwareverkauf war in der Vergangenheit ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu den Wettbewerbern von VA Linux. Mit dem Rückzug aus dem Rechnergeschäft tritt die Company nun stärker in unmittelbare Konkurrenz zu ähnlich positionierten Anbietern wie etwa Red Hat.